Krisenfeste Berufe im Handwerk und Gastgewerbe

Im Rahmen ihrer Berufsinformationskampagne waren die Junghandwerker im lvh Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister und der Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) auch in der Mittelschule Meusburger in Bruneck zu Gast. Vertreter der beiden Organisationen gaben den Jugendlichen einen Einblick in die verschiedensten Berufe im Tourismus und im Handwerk.

„Wer von euch hatte denn heute Früh beim Zähneputzen warmes Wasser?" begann lvh- Ortsobmann und Tischlermeister Gruber Georg (Tischlerei Gruber OHG) das Gespräch mit den Schülern. "Man nimmt es als selbstverständlich, aber selten wird darüber nachgedacht, welche Arbeit dahintersteckt", gab er zu meusburger schulbesuch_800Georg Gruber, Ortsobmann von Bruneckbedenken. „Ich als Handwerker habe eine große Genugtuung, wenn ich die von mir hergestellten Gegenstände immer wieder betrachten kann." Auch aus diesem Grund habe er sich für einen praktischen Beruf entschieden, so Gruber weiter: „Die Motivation für meine Tischlerarbeiten kommt aus der Vorstellung, ein Brett in ein Möbelstück zu verwandeln, etwas entstehen zu lassen, damit jemandem zu helfen und ihm eine Freude zu machen".
Außerdem gebe es im Handwerk immer Arbeit, dadurch seien Handwerksberufe relativ krisensicher. „Es braucht nicht immer nur große Aufträge", beteuerte Guber und sagte weiter: „Auch kleinere Aufträge, die nie ausbleiben, sind sehr wichtig für die Existenz eines Betriebes."
Er empfahl den jungen Menschen mit praktischen Begabungen, nach einem Beruf Ausschau halten, in denen sie diese entwickeln und auch zeigen können. Den besten Einblick in einen Handwerksberuf erhält man bei einem Praktikum, beispielsweise im schulfreien Sommer. Dabei ist der engagierte Ortsobmann den Schülern auch gerne behilflich. „Wichtig ist, so viele Erfahrungen wie möglich zu machen", ermutigte er die Schüler weiter und gab viele hilfreiche Tipps zur Lehrstellensuche und die Vielfältigkeit der Handwerksberufe.

Interatkiver Vortrag

Im Anschluss veranschaulichte lvh-Mitarbeiterin Hannelore Schwabl in einem interaktiven Vortrag den Schüler die Vielfalt der Handwerksberufe. Die Referentin informierte auch über die zahlreichen Berufs- und Fachschulen in Südtirol, an denen man eine Handwerksausbildung absolvieren kann. „Nicht die Jugendlichen zu beeinflussen, sondern ihnen Raum zu geben, um sich selbst zu entdecken, das ist unser oberstes Ziel", betont Jasmin Fischnaller, Vorsitzende der Junghandwerker im lvh, die diese Schulbesuche initiieren. Es sei die Grundessenz des Bildungsauftrags, den Heranwachsenden einen möglichst differenzierten Blick auf die Möglichkeiten der Zukunft zu bieten.

www.traumberuf.lvh.it vorgestellt

Schwabl lud alle Schüler dazu ein, sich die Internetseite www.traumberuf.lvh.it anzusehen, wo man sich über die zahlreichen Berufe im Handwerk informieren und nach Ausbildungsplätzen in nächster Nähe suchen kann. Zudem kann man sich über die Seite selbst in die Lehrstellenbörse eintragen oder bei einem kurzen Quiz herausfinden, welcher Handwerksberuf am besten zu den eigenen Interessen passt.
HGJ-Koordinatorin Anna Ludwig erörterte die vielfältigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Hotel- und Gastgewerbe und informierte die Schüler anhand einer Powerpoint-Präsentation und vier Kurzfilmen über die Berufe des Kochs, der Servierfachkraft, des Hotelsekretärs und des Hotelmanagers, die Anforderungen und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten. »Die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe sind sehr vielseitig und abwechslungsreich. Man ist ständig in Kontakt mit Gästen aus aller Welt und hat auch die Möglichkeit Berufserfahrungen im Ausland zu sammeln, was besonders für junge Menschen interessant ist«, ist Ludwig überzeugt.

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