„Bürokratie und unklare Bestimmungen großes Problem"

Besonders die öffentlichen Ausschreibungen, die auch Gegenstand eines Fachvortrags waren, standen bei der lvh-Ortsversammlung von Riffian und Kuens an der Tagesordnung. Aber auch andere wichtige Wirtschaftsthemen wie die Förderungen, die Arbeitssicherheit und die Lehrlingsausbildung wurden dabei von den Anwesenden diskutiert. Beim Bericht aus der Gemeindestube kamen die schwierigen Rahmenbedingungen für die heimischen Betriebe und Verwaltungen zum Ausdruck.

Unterweger-Urban---OO-Riffian-KuensNachdem Ortsobmann Urban Unterweger die Anwesenden begrüßt hatte, berichtete er von den Tätigkeiten des abgelaufenen Jahres und von seiner Teilnahme am lvh-Sommergespräch in Meran. Bezirksobmann Mathias Piazzi gab Aufschluss über die wichtigsten Themen auf Bezirks- und Verbandsebene und ging dabei auf die Vergabe von öffentlichen Arbeiten, die Wirtschaftsförderungen, die Arbeitssicherheit und das Lehrlingswesen ein. Er sprach auch vom Südtiroler Meisterbund, der mittlerweile seit über einem Jahr besteht, und gab einen Ausblick auf die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills", die in diesem Jahr in Brasilien über die Bühne gehen wird. Hinsichtlich der kommenden Gemeinderatswahlen betonte er die Wichtigkeit einer starken Vertretung des Handwerks in den Gemeindeverwaltungen. „Wenn Handwerker direkt in den Gemeinden sitzen, können wir die Anliegen unseres Wirtschaftszweiges viel besser und stärker voranbringen", unterstrich Piazzi und appellierte an die Anwesenden, motivierte Kandidaten zu finden, die sich am 10. Mai der Wahl stellen wollen.

Ausschreibungen im Fokus

"Die Bürokratie und die unklaren Bestimmungen sind auch für die Gemeinden ein großes Problem", betonte Vizebürgermeister Stefan Unterthurner und bedauerte die immer noch sehr schwierigen Rahmenbedingungen, die den heimischen Betrieben den Arbeitsalltag erschweren. Des Weiteren informierte er über das Tourismusentwicklungskonzept, das für die Gemeinde erstellt worden war.
lvh-Mitarbeiterin Claudia De Lorenzo klärte über die Vergabe von öffentlichen Arbeiten auf. Dabei ging sie auf die verschiedenen Regelungen und Phasen der Vergabeverfahren ein und gab Aufschluss über die Teilnahmevoraussetzungen und die Schwellenwerte, die erreicht werden müssen. Im Anschluss gab sie auch einen Ausblick auf das neue Vergabegesetz, dass noch 2015 in Kraft treten soll.

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