Lana: „Politikern und Beamten ist unsere Realität fremd"

Dass die Südtiroler Handwerksbetriebe immer noch mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben, die den Arbeitsalltag unnötig erschweren, kam bei der lvh-Ortsversammlung von Lana zum Ausdruck. Die Arbeitssicherheitsbestimmungen, die Vergabe der öffentlichen Arbeiten und die Förderpolitik waren dabei die Themen, die im Fokus der Diskussionen standen. Vorgestellt wurde auch der „Masterplan 2020", in dem die Verbangsagenda für die kommenden Jahre festgeschrieben wurde.

husnelder renate 200Ortsausschussmitglied Renate Husnelder, die den abwesenden Ortsobmann Werner Schwienbacher vertrat, berichtete über die Tätigkeiten des abgelaufenen Jahres. Sie hob hervor, dass für die Betriebe bereits Einiges erreicht worden sei, es aber immer noch sehr viele Probleme gebe, die gelöst oder abgemildert werden müssen. „Deshalb rufe ich alle dazu auf, gemeinsam im Interesse des Handwerks zu arbeiten und den Verband zu unterstützen", so Husnelder.
„Politikern und Beamten ist die Realität in unseren Handwerksbetrieben fremd", waren die Worte des Bezirksobmannes Mathias Piazzi, der die immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen für die Betriebe kritisierte. Außerdem informierte er über die wichtigsten Themen auf Verbandsebene. Dabei sprach er über das neue Vergabegesetz und die Förderpolitik sowie eine vergleichende Diplomarbeit über Arbeitssicherheit, die in Zusammenarbeit des lvh und der Universität Innsbruck entstanden ist. „Als Großereignis stehen im August die Worldskills in Brasilien an. Die 19 Teilnehmer sind schon mitten in den Vorbereitungen. Sie sind motiviert und hoffen natürlich auf eine Medaille bei diesem wichtigen Großereignis", so Piazzi.

Erleichterungen und Vorteile schaffen

„Im vor Kurzem veröffentlichten „Masterplan Handwerk" wurde die Agenda des lvh für die nächsten Jahre festgeschrieben", erläuterte Verbandspräsident Gert Lanz. „Themen wie Fachkräftesicherung, öffentliche Ausschreibungen, Förder- und Wirtschaftspolitik sowie Energie- und Ressourceneffizienz werden darin ausführlich behandelt", informierte er weiter und hob hervor, dass der Masterplan auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der gegenwärtigen Verhältnisse bringe. „Wir wollen den Plan nach und nach umsetzen und dadurch immer mehr Erleichterungen und Vorteile für unsere Südtiroler Betriebe schaffen", unterstrich Lanz. Außerdem dankte er den Handwerkern für die Unterstützung und ihren Einsatz.
Handwerksreferent Roland Gruber sprach von der wichtigen Bedeutung, die dem Handwerk in Lana zukommt. Gleichzeitig musste er aber auch feststellen, dass die übertriebene Bürokratie alles blockiere. Er rief die Handwerker dazu auf, geeignete und motivierte Kandidaten für die Gemeindewahlen zu finden und bei der Wahl ihre Stimmen abzugeben.

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