Handwerk Burgstall/Gargazon: „In Italien die strengsten Auflagen"

Vor Kurzem fanden sich die Handwerker von Burgstall und Gargazon zu ihrer traditionellen Jahreshauptversammlung zusammen. Dabei wurden die wichtigsten Themen der Ortsgruppen diskutiert sowie die aktuellen Projekte auf Verbands- und Gemeindeebene. Auch die heißen Eisen, öffentliche Ausschreibungen und Arbeitssicherheit, waren an der Tagesordnung des Treffens.

arbeitssicherheit headerChristian Reiner, Ortsobmann von Gargazon, und Karl Bertacco, Vizeortsobmann von Burgstall, eröffneten die Jahreshauptversammlung und berichteten von den Tätigkeiten der Ortsgruppen in den beiden Gemeinden. Vizebezirksobmann Reinhold Alber betonte in seiner Ansprache vor allem die notwendige Aufteilung der öffentlichen Ausschreibungen in Lose und Gewerke. Er appellierte dabei an die Gemeinde, die großen Einfluss darauf hat, dass die Arbeiten lokal vergeben werden. Er stellte außerdem eine Diplomarbeit eines Studenten der Universität Innsbruck vor, in der die Arbeitssicherheitsbestimmungen in Italien, Österreich und Bayern verglichen wurden. „Dank der Untersuchungen haben wir es nun schwarz auf weiß, dass hier in Italien die strengsten Auflagen vorherrschen und nicht einmal das Prinzip „Beraten statt strafen" zur Anwendung kommt", fasste er zusammen.

Bürokratieflut nimmt kein Ende

Armin Gorfer, der Bürgermeister von Gargazon, bedauerte, dass die Bürokratieflut leider immer noch kein Ende findet. „Große Hoffnung setzen wir in das neue Vergabegesetz, dass nicht nur für die Betriebe, sondern auch für die Gemeinden endlich die langersehnten Erleichterungen bringen soll", so der Bürgermeister. Der Burgstaller Bürgermeister Othmar Unterkofler rief die anwesenden Handwerker dazu auf, geeignete Kandidaten für die Gemeinderatswahlen zu finden. „Eine starke Vertretung in der Gemeinde ist für jeden Wirtschaftssektor von Vorteil", unterstrich Unterkofler.

Vorteile für Handwerker

Michael Tappeiner klärte über die Bilaterale Körperschaft für das Handwerk und den Sanifonds auf. „Die Bilaterale Körperschaft bietet verschiedene Leistungen an, die Handwerker in Anspruch nehmen können", erklärte er und verwies auf die neue Internetseite www.bkh-bz.it. „Mittels Online-Formularen kann beispielsweise für Geldbeiträge für die Erlangung eines Meistertitels oder für die Teilnahme an Kursen schnell und unkompliziert angesucht werden." Das primäre Ziel von Sanifonds sei es, zusätzliche bzw. ergänzende sozio-sanitäre Leistungen zum nationalen Gesundheitssystem für die Arbeitnehmer zu erbringen, erläuterte Tappeiner.
Thomas Mur vom Bezirksbüro Meran klärte die Handwerker über die wichtigsten steuerlichen und rechtlichen Neuerungen des neuen Jahres auf. Die erfreulichste Neuigkeit: „Die Absetzmöglichkeiten der Steuerbeträge bei energetischen Sanierungen wurden für das gesamte Jahr 2015 verlängert" informierte Mur.

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