„Arbeit muss erleichtert werden, nicht erschwert!"

Über die zahlreichen Projekte und die aktuellsten wirtschaftlichen Themen des Südtiroler Handwerks wurde vor Kurzem bei der lvh-Ortsversammlung von Karneid gesprochen. Vor allem das neue Vergabegesetz stand dabei in Mittelpunkt, das 2015 endlich die erhofften Erleichterungen für die Handwerksbetriebe bringen soll. Im Rahmen der Versammlung wurden die Anwesenden auch über die wichtigsten steuerlichen und rechtlichen Neuerungen aufgeklärt.

Resch-Gerhard---OO-Karneid„Vor allem will ich mich dafür einsetzen, dass sich die Rahmenbedingungen für unsere Handwerksbetriebe verbessern", betonte Gerhard Resch, lvh-Ortsobmann von Karneid und Bezirksobmann von Bozen Land. „Die Vorgaben der Politik müssen so gestaltet werden, dass das Arbeiten erleichtert und nicht immer weiter erschwert wird", so Resch weiter. Er berichtete dabei auch von den Treffen mit Albin Kofler, dem Bürgermeister von Karneid, der bei der Versammlung auch selbst zu Wort kam.

Bauprojekte 2015 vorgestellt

Dieser sprach vor allem von den geplanten Projekten in der Gemeinde. „Wir haben einen Haushalt von 13 Millionen Euro. Teile davon fließen in die Breitbandanbindung von Karneid und das Fernheizwerk", informierte Kofler. Außerdem seien einige Tiefbauarbeiten geplant, die Handwerkerzone sei soweit abgeschlossen und die Carabinieri-Kaserne in Kardaun soll demnächst vergeben werden. Er setzte auch alle Hoffnung in das neue Vergabegesetz, das 2015 in Kraft treten wird und in dessen Kommission er gemeinsam mit lvh-Präsidenten Gert Lanz an der Erstellung des neuen Gesetzesentwurfes arbeite. Er gab noch zur Kenntnis, dass in der Raiffeisenkasse eine Gemeindeberatungsstelle eingerichtet wird, an die sich die Bürger bei allgemeinen Fragen oder Anliegen wenden können.

Steuerabsetzmöglichkeiten bei Sanierungen verlängert

Bezirksbüroleiter Karl Forer informierte über die vielfältigen Neuerungen im Steuer-und Arbeitsrecht. Im Bausektor stellt vor allem die Ausdehnung der Umkehrung der Steuerschuldnerschaft („Reverse-Charge-System") bei der Leistungsabrechnung eine einschneidende Änderung dar. Als positiv hob er hervor, dass der Staat die Verlängerung der Steuerabsetzungsmöglichkeiten bei Sanierungen beschlossen hat und 2015 für Betriebe und Privatpersonen leichte Steuererleichterungen bei IRAP, GIS und regionaler IRPEF zum Tragen kommen. Auch seien für die Betriebe finanzielle Anreize für die unbefristete Einstellung von Arbeitnehmern vorgesehen. Negativ sei die höhere Besteuerung der Rendite aus den Pensionsfonds, der Abfertigung und allgemein der Sparguthaben.
Abschließend stellten sich beim Treffen die möglichen Kandidaten für die Gemeinderatswahlen vor und man diskutierte über die Wichtigkeit einer starken Vertretung des Handwerks in der Gemeinde, die man auch für Karneid anstrebe.

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