Europaregion Tirol durch fünf Zentimeter Schnee lahmgelegt

Unverständnis und Missmut macht sich unter den Warentransporteuren breit, die auf der Brennerachse unterwegs sind. „Es ist mal wieder soweit – fünf Zentimeter Schnee, kilometerlanger Stau auf der Brennerautobahn in Tirol und kein Schneeräumdienst weit und breit", so Elmar Morandell, Obmann der Warentransporteure im lvh.

Morandell Elmar_OO_KalternElmar Morandell, Obmann der Warentransporteure im lvhAb neun Uhr morgens wuchs die gestrige Lkw-Kolonne aufgrund der Schneefälle auf der Brennerautobahn auf Tiroler Seite bis auf 40km an. Unter den Warentransporteuren macht sich Missmut breit. „Die Schneefälle sind von Meteorologen vorhergesagt worden. Deshalb ist es für uns unverständlich, weshalb Tirol nicht darauf vorbereitet war und unsere Lkws mal wieder feststeckten", so Elmar Morandell, Obmann der Warentransporteure im lvh. „Genau dieselbe Situation hatten wir letzten Herbst, als anscheinend unerwartete Schneefälle einsetzten. Es ist einfach nur beschämend." Die Frächter verzeichnen durch solche Situationen große finanzielle Einbußen, da die Ladung nicht rechtzeitig zur Abladestelle kommt. Die Einkaufsregale können nicht aufgefüllt werden und der Verbraucher nicht zufrieden gestellt werden. „Wir als Transportunternehmer können diese Kosten nicht tragen und werden sie deshalb an den Endverbraucher weiterverrechnen müssen."

Mangelhafte Organisation

Außerdem mussten die Fahrer die Nacht im Lkw verbringen, da sie gezwungen sind, die vom Gesetzgeber vorgegebenen Lenk- und Ruhezeiten zu überschreiten. „Diese unvorhergesehenen Blockaden sind für uns immer mit einem Mehraufwand an logistischer Organisation verbunden" betont Morandell, „genau wie jene Staus, die sich aufgrund des im Herbst wiederkehrenden sektoralen Fahrverbots bilden werden." Die Südtiroler Warentransporteure fordern die Tiroler Landesregierung auf, die Luftwerte des gestrigen Tages zu veröffentlichen, welche die Grenzwerte überschritten haben dürften. Schuld daran sind allerdings nicht die Lkws, das mangelhafte Organisation des Tiroler Straßendienstes.

 

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