„Grüner" Zustellservice in Südtirol geplant

Ein neues Logistikkonzept könnte in Bozen schon bald die zahlreichen Lieferwagen ablösen, die vor allem das Stadtzentrum täglich mit Paketen und Zustellungen beliefern. Ausgearbeitet wurde die Idee von der Berufsgemeinschaft der Warentransporteure im lvh.

Morandell-Elmar---OO-KalternSowohl Einheimische als auch Gäste klagen in Bozen vermehrt über die starke Umweltverschmutzung und die hohe Lärmbelastung, die durch die zahlreichen Lieferwagen verschiedener Kuriere und Spediteure entstehen. Die Warentransporteure im lvh haben sich ein Logistikkonzept überlegt, das umweltfreundlich, schnell und effizient ist. Nennen soll sich das Projekt Blue City. Elmar Morandell, geschäftsführender Obmann der Warentransporteure im lvh, erzählt, wie Blue City konkret umgesetzt werden soll: „Ziel ist es, ein Verteilerzentrum in Bozen aufzubauen, von dem aus periodisch ein Fahrzeug – dies könnte ein elektro- oder wasserstoffbetriebenes Fahrzeug sein – Geschäfte, Unternehmen und Privatpersonen im Zentrum von Bozen beliefert. Damit möglichst wenig Fahrzeuge angekauft werden müssen, wird angedacht die bestehenden mit sogenannten „Waggons" auszustatten, damit so viele Pakete und Zustellungen wie möglich auf einmal geliefert werden können." Auf diese Weise könnte sowohl der Lärm als auch die unnötige Luftverschmutzung beträchtlich eingeschränkt werden. Zustimmung fand die Idee bereits im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV), der das Projekt vor allem als Lösung für den zum Teil unerträglichen Lärm der Hotelgäste sieht. „Unser Ziel ist es einen Mehrwert für die Wirtschaft, für die Gesellschaft und natürlich für die Umwelt zu erlangen", betont Morandell.
Sobald das Konzept definitiv ausgearbeitet ist, wird es der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

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