Lebensmittelhygiene EU: Schulungsbroschüre vorgestellt

Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und SWR-Präsident Philipp Moser stellen gemeinsam ausgearbeitete Broschüre zur Lebensmittelsicherheit vor. Auch die Berufsgruppe Nahrungsmittel im lvh, mit den Berufsgemeinschaften der Bäcker, Konditoren, Metzger und Speiseeishersteller, waren an der Ausarbeitung der Informationsbroschüre beteiligtund freut sich, dass das Land Südtirol erstmals seinen legislativen Spielraum in diesem Bereich genutzt und in enger Absprache mit dem Südtiroler Wirtschaftsring den direkten Vollzug einer EU-Verordnung beschlossen hat.

lebensmittelhygiene de_broschuere_coverIm Rahmen einer Pressekonferenz ist heute eine Broschüre zur Lebensmittelsicherheit vorgestellt worden, die in Zusammenarbeit zwischen dem Landesamt für Hygiene und öffentliche Gesundheit, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb – Department für Gesundheitsvorsorge, dem Südtiroler Wirtschaftsring und den im SWR angeschlossenen Wirtschaftsverbänden erarbeitet worden ist und die die wesentlichen Informationen enthält, um die Betriebsangestellten, die im Lebensmittelbereich tätig sind zu schulen. „Hygiene ist in jedem Südtiroler Betrieb oberstes Gebot - insbesondere in jenen, die im Lebensmittelbereich tätig sind. Mit dieser Broschüre möchten wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die im Lebensmittelbereich tätig sind, unterstützen, damit sie ihre Angestellten in allen Fragen der Lebensmittelhygiene auch gut vorbereiten und schulen können", betonten Landesrätin Martha Stocker und SWR-Präsident Philipp Moser unisono. „Lebensmittelsicherheit geht uns alle an: Produzenten und Konsumenten", erklärte Gesundheitslandesrätin Stocker in ihrer Begrüßung. „Dabei geht es nicht nur um Hygiene, sondern wesentlich auch um die Vorbeugung von Krankheiten, Unverträglichkeiten und Allergien."

Der Hintergrund

Die EU-Verordnung Nr. 852 aus dem Jahr 2004 sieht vor, dass Angestellte, welche im Lebensmittelbereich tätig sind, geschult werden müssen. Die Art und Weise, wie diese Schulung erfolgen soll, wird den Mitgliedsstaaten überlassen. Das Land Südtirol hat erstmals seinen legislativen Spielraum in diesem Bereich genutzt und in enger Absprache mit dem Südtiroler Wirtschaftsring den direkten Vollzug dieser EU-Verordnung beschlossen. Mittels Beschluss der Landesregierung (Nr. 542/2014) sind die Inhalte der Schulung definiert worden, nicht aber die Dauer. Die Schulung kann von der Unternehmerin bzw. dem Unternehmer selbst, einer beauftragten Person oder mittels E-Learning durchgeführt werden. „Hygiene ist in jedem Südtiroler Lebensmittelunternehmen ausschlaggebend, es ist ein Aushängeschild für den Betrieb. Von daher ist es richtig und wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt im Unternehmen selbst, an ihrem Arbeitsplatz, geschult werden können, um mit den Abläufen und spezifischen Notwendigkeiten vertraut zu werden. Es liegt nun bei den Unternehmerinnen und Unternehmern bzw. einer beauftragten Person die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch dementsprechend zu schulen", betont der SWR-Präsident.

Die Inhalte

Die Broschüre enthält die Informationen zu den Inhalten, wie sie im Landesregierungsbeschluss definiert sind. Neben den rechtlichen Grundlagen sind etwa allgemeine Informationen zur Hygiene, der Rücknahme von Lebensmitteln, des Transports von Lebensmitteln und der Warenkontrolle enthalten. „Die Informationen sind kurz, kompakt und klar aufbereitet. Dadurch sind sie leicht verständlich und bilden eine erste Grundinformation für alle Personen, die im Lebensmittelbereich tätig sind", betonen Karin Bianchini, Direktorin des Landesamtes für Hygiene und öffentliche Gesundheit, und Alexandra Silvestri, SWR-Geschäftsführerin. Die Zusammenarbeit und das offene Gesprächsklima sollen auch in Zukunft weitergeführt werden.

Im Downloadbereich der Landesberufsgruppe Nahrungsmittel im lvh steht die Broschüre für lvh-Mitglieder zum Herunterladen bereit.

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