Karosseriebauer: „Die Wahl dem Kunden überlassen!"

Der Protest der italienischen Karosseriebauer geht weiter: sie wehren sich gegen die Versicherungsgesellschaften, die Autoreparaturen nur noch in Werkstätten zulassen wollen, die mit Versicherungen konventioniert sind. Kürzlich fand ein nationales Treffen in Rom statt, an dem auch Vertreter des Südtiroler Karosseriegewerbes teilnahmen.

„Der freie Wettbewerb der Reparaturwerkstätten und die Freiheit des Verbrauchers, sich im Schadensfall an die Werkstatt seines Vertrauens zu wenden, muss unbedingt gewährleistet werden", betont SAG-Präsident Manfred Huber. In diesem Sinne hat der nationale Handwerkerverband vor wenigen Monaten einen Gesetzesvorschlag zur fairen und Karrosserie1ausgewogenen Behandlung der Haftpflichtversicherungsthematik eingereicht. Im Rahmen eines nationalen Treffens des Karosseriebauer-Gremiums in Rom unterstrichen Manfred Huber sowie Harald Freitag als Vertreter aus Südtirol und Gianpaolo Melzani, der Präsident der Karosseriebauer in Trient ihre Bedenken und Forderungen. „Unser Ziel ist es Verbraucher wie Wirtschaftstreibende vor dem Diktat der Versicherungsgesellschaften zu schützen. Diese haben in den letzten Jahren immer wieder versucht, Verbrauchern und Handwerkern die Wahl der Reparaturwerkstatt sowie die Konditionen und Preise der Reparaturtätigkeiten vorzuschreiben", erklärt Huber. Dadurch würden nicht nur die Konsumenten entmündigt, sondern auch andere Wirtschaftssubjekte, sprich die Karosseriebauer unter die Räder kommen. Es bestehe Gefahr, dass zahlreiche der 14.000 italienischen Karosseriewerkstätten schließen und 60.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

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