Schönheitspfleger besorgt über SISTRI

Schönheitspfleger besorgt über SISTRI

 Das neue Abfallrückverfolgbarkeitssystem SISTRI und die Aktualisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Berufsausübung waren Themen der Jahresversammlung der Schönheitspfleger, die die Berufsgemeinschaft vor kurzem in Meran abgehalten hat.

Die anwesenden Schönheitspflegerinnen und Schönheitspfleger kritisierten das vom römischen Umweltministerium eingeführte elektronische Abfallrückverfolgbarkeitssystem SISTRI, das voraussichtlich ab 12. August auch für die Schönheitspfleger greifen wird. "In unserem Beruf fallen nur sehr geringe Abfallmengen an. Für einen Kleinbetrieb ist SISTRI viel zu umständlich und zu teuer", bedauert die Obfrau der Schönheitspfleger, Ida Klotz.

Das neue Abfallsystem sieht die elektronische Meldung sämtlicher Abfallbewegungen, die als "gefährlich" eingestuft sind, mittels USB-Stick und Online-Register vor. Stark verschärft wurde die Regelung für den Transport von Abfällen. Der Obmann der LVH-Berufsgruppe Körperpflege, Enrico Broccanello, berichtete vom gemeinsamen Unmut von Frisören und Schönheitspflegern über SISTRI.

Wo es um die Gesundheit des Konsumenten geht, sehen Südtiroler Handwerksordnung und Staatsgesetz im Körperpflegebereich - und so auch bei den Schönheitspflegern - eine entsprechende Pflichtausbildung und andere Mindestvoraussetzungen für die Betriebsgründung und die Berufsausübung vor. Das entsprechende Staatsgesetz datiert aus dem Jahr 1990 und wird derzeit im römischen Parlament aktualisiert.

Ausbildung künftig besser geregelt

Über den neuen Gesetzesvorschlag berichtete Patrizia Costa vom Berufsbeirat, die zugleich Vizepräsidentin der Berufssparte Körperpflege im staatlichen Handwerker-Dachverband Confartigianato ist. "Wir begrüßen den Gesetzesvorschlag, der eine bessere Regelung der erforderlichen Ausbildung vorsieht und die neuen Tätigkeiten der Schönheitspfleger mitberücksichtigt", sagte Costa. Vor allem wegen den in Italien boomenden Gesundheitszentren, die viele Tätigkeiten vereinen, brauche es eine klare Regelung. Um die Regelung auf Landesebene zu klären, beispielsweise im Sauna- und Solariumbereich, wird es ein Treffen der Schönheitspfleger mit dem Amt für Handwerk geben.

Wichtiges Anliegen für die Schönheitspfleger ist zudem die ständige Weiterbildung. Ihre Jahresversammlung haben sie aus diesem Grund anlässlich der Teilnahme an der Tagung für Körperpflege und Schönheitsmedizin "Forum Benessere" in der Therme Meran abgehalten. Costa war Referentin bei der Tagung.

Zum Tätigkeitsprogramm für das heurige Jahr zählen die Mitsprache bei der Ausarbeitung der künftigen Landeshygienerichtlinie, Aussprachen mit Ämtern und die Teilnahme an den Berufswettbewerben. Mit dabei sind die Schönheitspfleger an dem "Master Tailor Congress" am 16. Mai in Bozen, einer groß angelegten Modeveranstaltung der Bekleidungsberufe mit internationaler Beteiligung.

 

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