Ruf nach Gleichberechtigung

Ruf nach Gleichberechtigung

 Obmann Carlo Madia lud kürzlich zur Jahresversammlung der Glaser im Landesverband der Handwerker (LVH) ein. Auf einem Markt im Wandel suchen die Kollegen des Berufsbeirates nach Wegen der Gleichberechtigung mit anderen Berufen.

Zwar ist der Glaser ein anerkannter Lehrberuf mit Meisterausbildung, doch wirkliche Anerkennung finden die rund 20 Fachbetriebe auf dem heutigen Markt nicht. Zu viele Berufe üben die Tätigkeit des Glasers als Zusatz mit aus, so die Tischler, die Spengler oder die Schlosser. "Die Glasereien werden nicht einmal mehr von der öffentlichen Hand für die Ausführung von Glaserarbeiten eigens eingeladen", bedauert Obmann Carlo Madia. "Die Aufträge für Glaser fließen direkt an die Betriebe jener Berufssparte zu, die den größeren Anteil der Arbeiten ausmachen."

In Anwesenheit von LVH-Vizepräsident Ivan Bozzi, der sich bei der Jahresversammlung ein Bild über die Lage des Glaserberufs verschaffte, von den Mitarbeitern Patrizia Gamper, Betreuerin der Glaser, Mirko Cutrì, zuständig für die Berufsgemeinschaften, Margareth Runer von der LVH-Rechtsberatung und Alexander Watschinger von der LVH-Kreditberatung, diskutierten die anwesenden Glaser über Möglichkeiten nach mehr Anerkennung.

Die Empfehlung lautete, sich zunächst unter www.ausschreibungen-suedtirol.it zu registrieren, um überhaupt einen Zugang zu den Öffentlichen Arbeiten zu haben. Auch eine SOA-Eintragung sei zu überlegen, so die Experten. Ein weiterer Ansatz wäre die Bildung von Bietergemeinschaften oder Bieterkonsortien, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken und bürokratische Auflagen abzufedern.

 

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