Hohe Sensibilität für Ressourceneffizienz in Betrieben

Kosteneffizient zu arbeiten und dennoch das maximale Potential eines Unternehmens auszuschöpfen, stellt die Betriebe vor große Herausforderungen. Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh), die Confartigianato Udine, die Confartigianato Vicenza und die ITG Salzburg haben gemeinsam mit der Universität Udine untersucht, wie effizient Betriebe in den Bereichen Energie, nachhaltige Mobilität und Logistik, Ecodesign und Lean Management sind. Kürzlöich wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

brefDas Bref-ProjektteamTäglich arbeiten Betriebe mit verschiedensten Ressourcen, aber diese sind knapp und machen es den Unternehmen zunehmend schwer, kosteneffizient zu arbeiten und sich gut zu organisieren."Im Rahmen des Projekts B.R.EF. (BusinessResource Efficiency) haben sich der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh), die Confartigianato Udine, die Confartigianato Vicenza und die ITG Salzburg zum Ziel gesetzt, Kleinst- und Kleinbetriebe in der Grenzregion Italien – Österreich darin zu unterstützen, ihre betriebliche Effizienz zu steigern", erklärte lvh-Vizepräsident Martin Haller heute im Rahmen der Pressekonferenz.Dabei hat die Universität Udine untersucht, wie effizient die Betriebe in den Bereichen Energie, nachhaltige Mobilität und Logistik, Ecodesign und Lean Management sind, bzw. wo es Verbesserungspotential gibt. Rund 650 Betriebe haben sich an verschiedenen Workshops, Umfragen und Veranstaltungen beteiligt. „Ich denke wir können mit Stolz sagen, dass es uns gelungen ist, zahlreiche Betriebe für ein ressourceneffizientes und –orientiertes Arbeiten zu sensibilisieren", unterstrich IlariaMarcolin von der Confartigianato Udine.

"Aufholbedarf"

Die konkreten Ergebnisse des Projektes stellte Damiana Chinese der Universität Udine vor: „Größter Aufholbedarf besteht in der Umsetzung des Lean Managements bzw. dem Prinzip der schlanken und verschwendungsfreien Organisation im Bereich des Bauwesens. Zahlreiche interne Abläufe und Organisationsprozesse könnten laut Untersuchung optimiert und damit bedeutende Auswirkungen auf die Produktivität erzielt werden. Verstärkte Kooperationsmöglichkeiten gibt es auch im Logistikbereich vieler Unternehmen, die zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zu einer Reduktion der Umweltverschmutzung beitragen könnten. Wenig Spielraum bietet hingegen eine weitere Ausschöpfung der bereits getroffenen Energiesparmaßnahmen, zumal das Potential in diesem Bereich von den befragten Unternehmen bereits gut genutzt wird. Unterstützung benötigen die Betriebe noch in der nachhaltigen Produktentwicklung."
Während verschiedene konkrete Beratungen vor allem im Bereich des Lean Managements, für die betriebliche Prozessoptimierung bereits durchgeführt wurden, so Vladi Riva der Confartigianato Vicenza, können interessierte Betriebe anhand eines Check Tools auf www.progettobref.it auch selbst prüfen, wie effizient sie arbeiten.

Case studies durchgeführt

Im Rahmen des Projekts wurden auch 20 Betriebe vorgestellt, die bereits erfolgreich Maßnahmen im Bereich der Ressourcenoptimierung umgesetzt haben und damit andere Unternehmer_innen dafür begeistern möchten. „Sie sind Vorzeigebeispiele und Beweise, dass auch schon kleine Änderungen eine große Wirkung haben können", betonte Rainer Steindler, Projektverantwortlicher bei der ITG Salzburg.
Das Projekt B.R.EF. wurde vom Europäischen Fond für Regionale Entwicklung Interreg Italien – Österreich kofinanziert.

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