„Lebensrettende Maßnahmen kontrollieren. Nicht jedes Lämpchen!"

Eine sichere Arbeitsumgebung und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wichtige Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh) setzt sich seit vielen Jahren für eine lebbare Arbeitssicherheitskultur ein und begrüßt das Vorhaben der Landesrätin für Arbeit Martha Stocker. Sie will demnächst ein Landesgesetz ausarbeiten, das Unternehmen in erster Linie für Gefährdungen sensibilisieren und weniger bestrafen soll. Im Rahmen der gestrigen Landesarbeitskommission wurde diese Thematik diskutiert.

LAnz portrait rede 200Gert Lanz„Das Einfachste ist immer, bereits am Anfang, also bevor etwas geschieht, das Unfallrisiko zu beurteilen und prospektive Maßnahmen zu ergreifen", betont lvh-Präsident Gert Lanz, „dadurch können mögliche Risiken von vornherein ausgeschaltet werden." Im Wirtschaftsverband plädiert man bereits seit vielen Jahren für das Prinzip „Beraten statt strafen". Nun will auch Landesrätin Martha Stocker dieser Linie folgen und eine Landesbestimmung auf die Beine stellen, die primär auf das Beratungsprinzip aufbaut. Kontrollen sollen in Zukunft nicht mehr überraschende und gefürchtete Besuche der Arbeitsinspektoren sein, sondern angekündigte Kontrollen, die die Risikoeliminierung zum Ziel haben. Lanz begrüßt diesen Vorschlag und vergleicht diese Vorgehensweise mit den Geschwindigkeitswarnungen: „Wenn die Autofahrer vor Radarmessungen oder Polizeikontrollen gewarnt werden, fahren sie automatisch langsamer. Dies trägt zur größeren Vorsicht auf den Straßen bei. Ähnlich könnte dies auch für die Arbeitssicherheit in Betrieben funktionieren."

Auflagen lockern, Betriebe entlasten

Durch das neue Landesgesetz würden auch die zum Teil übertriebenen bürokratischen Arbeitssicherheitsauflagen gelockert und die Betriebe dadurch bedeutend entlastet werden. „Unseren Betrieben ist eine hohe Arbeitssicherheit sehr wichtig. Diese kann aber nur weiter ausgebaut werden, wenn die Unternehmen auf mögliche Gefahren hingewiesen und nicht sofort bestraft werden. Es ist viel sinnvoller lebensrettende Maßnahmen zu kontrollieren als jedes Lämpchen", unterstreicht Lanz. Nichtsdestotrotz unterstützt der lvh jegliche Maßnahmen der Landesregierung, die zur Erhöhung des praktischen und technischen Arbeitsschutzes beitragen.

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