Stolz auf Erfahrung, Blick nach vorne
Die Seniorinnen und Senioren der Generation Handwerk+ trafen sich zur Jahresversammlung im Haus des Handwerks.
Das Handwerk lebt vom Können – und vom Wissen jener, die es über Jahrzehnte geprägt haben. Bei der Jahresversammlung der Generation Handwerk+ im Haus des Handwerks in Bozen wurde genau das sichtbar: eine starke Gemeinschaft, die auf ihre Tradition stolz ist und gleichzeitig aktiv an der Zukunft des Handwerks mitarbeitet.
Starke Gemeinschaft mit wachsender Bedeutung
Unter der Moderation vom Landessekretär Angelo Angerami der Generation Handwerk+ kamen Seniorinnen und Senioren, Funktionärinnen und Funktionäre, sowie Ehrengäste zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die nächsten Schritte zu setzen. Johann Zöggeler, der Landesobmann der Generation Handwerk+, eröffnete die Versammlung mit einem klaren Signal: „Die Generation Handwerk+ ist mehr als eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren – sie ist ein aktiver Teil des Verbandes, der sich einbringt, mitdenkt und Impulse liefert.“
Die Zahlen sprechen für sich: Über 2.200 Mitglieder gehören mittlerweile zur Generation Handwerk+ – ein deutliches Zeichen für die Stärke und die wachsende Bedeutung dieser Gemeinschaft im Südtiroler Handwerk.
Ein Blick auf die aktuellen Themen zeigte, wie breit das Engagement ist. lvh-Direktor Walter Pöhl berichtete über laufende Initiativen, die von der Zusammenarbeit mit Gemeinden über den Austausch mit Berufsschulen bis hin zu Fragen des Bürokratieabbaus reichen. Auch zentrale Zukunftsthemen wie leistbarer Wohnraum, anstehende Veranstaltungen und Imagekampagnen für die Berufe standen im Fokus. Es wurde deutlich: Die Erfahrung der Generation Handwerk+ ist ein wichtiger Baustein, um diese Themen praxisnah weiterzuentwickeln.
Organisation, Austausch und neue Impulse
Einen Einblick in aktuelle sozial- und arbeitsrelevante Themen gab Alexander Oberkofler vom ASGB Bozen. Er unterstrich die Bedeutung verlässlicher Information und Beratung über alle Lebensphasen hinweg und hob hervor, wie wichtig eine starke Interessenvertretung gerade auch für erfahrene Handwerkerinnen und Handwerker ist.
Auch organisatorisch stellt sich die Gruppe neu auf. Der neue Name wurde offiziell verankert: Aus den Althandwerkerinnen und Althandwerkern im lvh wird die Generation Handwerk+. Ein Schritt, der nicht nur eine neue Bezeichnung darstellt, sondern auch eine klare inhaltliche Weiterentwicklung unterstreicht.
Tradition leben, Gemeinschaft stärken
Wie lebendig die Gemeinschaft ist, zeigte auch der Rückblick von Johann Zöggeler auf besondere Aktivitäten. So feiert die Sängergruppe der Generation Handwerk+ heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Festakt im Mai mit Auftritt in einem Altersheim, einem gemeinsamen Ausflug und geselligem Beisammensein ist bereits in Planung – ein Beispiel dafür, wie Gemeinschaft und Engagement Hand in Hand gehen.
Neben diesen positiven Entwicklungen wurden auch Herausforderungen angesprochen. Themen wie die fortschreitende Digitalisierung, die für viele ältere Mitglieder eine Hürde darstellt, sowie Sicherheitsfragen im Alltag fanden ebenso Raum in der Diskussion. Gleichzeitig wurde deutlich: Die Gruppe will diese Themen aktiv angehen und Lösungen mitgestalten.
Rückhalt und klare Perspektiven
Die Bedeutung der Generation Handwerk+ wurde auch von den Ehrengästen unterstrichen.
lvh-Präsident Martin Haller zeigte sich überzeugt, dass das Handwerk mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann – gerade auch dank des Engagements erfahrener Unternehmerinnen und Unternehmer.
Otto von Dellemann, Landesvorsitzender der Generation 60+ der SVP, hob hervor, wie wichtig es sei, ältere Menschen bei der Digitalisierung mitzunehmen und ihre Anliegen sichtbar zu machen. Petra Holzer, Landesobfrau der Frauen im Handwerk, würdigte die Leistungen der Gruppe und deren Beitrag für den Zusammenhalt im Handwerk.
Mit Blick nach vorne präsentierte Werner Amegg, Bezirksobmann im Unterland, die Organisation des Jahrestreffens der Generation Handwerk+, das am 31. Mai in Tramin stattfinden wird. Es soll erneut ein Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben werden.
Die Jahresversammlung machte deutlich: Die Generation Handwerk+ steht für Erfahrung, Engagement und Gemeinschaft. Sie verbindet Tradition mit Aktivität und zeigt, dass das Handwerk nicht nur von jungen Ideen lebt, sondern auch von dem Wissen und der Haltung jener, die es über Jahre hinweg aufgebaut haben. Genau darin liegt ihre Stärke – und ein wichtiger Beitrag für die Zukunft des Handwerks in Südtirol.
Foto 01: Landesausschuss der Generation Handwerk+ (ganz links lvh-Direktor Walter Pöhl, in der Mitte, mit blauem Schurz, Landesobmann der Generation Handwerk+, Johannes Zöggeler) – © lvh.apa
Foto 02: Landesobmann der Generation Handwerk+, Johannes Zöggeler – © lvh.apa
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