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Leistungsfähige Verkehrswege sichern den Wirtschaftsstandort

Transporteurinnen und Transporteure im lvh bringen ihre Praxiserfahrung in die Mobilitätsdiskussion ein.

Datum
23.07.2026
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Ob Baustellen, Handwerksbetriebe, Industrie oder Handel – täglich sorgen Südtirols Transporteurinnen und Transporteure dafür, dass Waren und Materialien zuverlässig ihr Ziel erreichen. Leistungsfähige Verkehrswege und verlässliche Rahmenbedingungen sind deshalb eine zentrale Voraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort. 

Gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher diskutierten lvh-Vizepräsidentin Angelika Wiedmer, der Obmann der Transporteurinnen und Transporteure Alexander Öhler sowie die Beiratsmitglieder Gottfried Steiner und Franz Stofner über aktuelle Herausforderungen im Güterverkehr. Mit dabei waren auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Michael Andergassen, Sonderbeauftragter für Landesmobilitätsplanung und Verkehrssteuerung. 

„Die Transporteurinnen und Transporteure sorgen jeden Tag dafür, dass Betriebe, Baustellen und die Bevölkerung zuverlässig versorgt werden. Um diese wichtige Aufgabe auch künftig erfüllen zu können, braucht es eine moderne Infrastruktur und einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik“, betonte Angelika Wiedmer.

„Ein sicheres und verlässliches Straßennetz ist die Grundlage für Mobilität, Erreichbarkeit und wirtschaftliche Entwicklung“, unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Eine der größten Herausforderungen ist das Verkehrsmanagement auf der A22 entlang der Brennerachse. Entscheidend sind dabei der Abschluss des Konzessionsverfahrens für die A22 sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern südlich und nördlich des Brenners. Gleichzeitig arbeiten wir an alternativen Lösungen wie einer variablen Maut, einem Slot-System und der Einführung einer Umweltmaut.“

Ein zentrales Thema war die Parkplatzsituation entlang der Hauptverkehrsachsen. Für viele Fahrerinnen und Fahrer wird es zunehmend schwieriger, die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten. Positiv aufgenommen wurde die Ankündigung, mehrere hundert zusätzliche Lkw-Stellplätze zu schaffen. Die Branchenvertreter bewerteten dies als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Verkehrssicherheit. Zudem wurden geplante Ausbaumaßnahmen südlich des Brenners vorgestellt.

Breiten Raum nahm auch die Situation im Pustertal ein. Diskutiert wurden Rückstaus durch Bushaltestellen, fehlende Überholmöglichkeiten sowie bekannte Engpass- und Unfallstellen. Ziel ist es, bekannte Engpässe zu entschärfen, die Sicherheit zu erhöhen und den Verkehrsfluss im Tal nachhaltig zu verbessern.

„Unsere Betriebe kennen die Herausforderungen auf den Straßen aus dem Arbeitsalltag. Umso wichtiger ist es, dieses Wissen in die Diskussion einzubringen und gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen, die sowohl der Wirtschaft als auch der Verkehrssicherheit zugutekommen“, unterstrich Alexander Öhler.

Auch der Brenner stand auf der Tagesordnung. Besprochen wurden unterschiedliche Ansätze zur Verkehrssteuerung, darunter variable Mautmodelle und ein mögliches SLOT-System. Zudem ging es um die Auswirkungen bestehender Verkehrs- und Fahrbeschränkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer. Gleichzeitig verwiesen die Teilnehmenden darauf, dass moderne Fahrzeugtechnologien und der zunehmende Einsatz von E-Lkw bei künftigen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden sollten.

Eine weitere Herausforderung bleibt der Mangel an Fahrerinnen und Fahrern. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmenden, dass attraktive Arbeitsbedingungen, Planungssicherheit und ein modernes Verkehrsnetz entscheidend sind, um den Beruf langfristig attraktiv zu halten und die Versorgung von Betrieben und Baustellen auch künftig sicherzustellen.

Tragfähige Lösungen für Mobilität und Güterverkehr können nur im kontinuierlichen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik entwickelt werden. Der konstruktive Austausch soll deshalb auch künftig fortgesetzt werden.


Im Bild (von links): Franz Stofner, Daniel Alfreider, Alexander Öhler, Arno Kompatscher, Angelika Wiedmer und Gottfried Steiner – ©lvh.apa

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