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Damit der Warentransport nicht ins Stocken gerät

Fachkräfte fehlen, Logistikflächen sind knapp. Vertreter der Transporteurinnen und Transporteure im lvh brachten ihre Anliegen bei Landeshauptmannstellvertreter Marco Galateo auf den Tisch – und stießen auf offene Ohren.

Datum
15.10.2026
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Alexander Öhler, Obmann der Transporteurinnen und Transporteure im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa), und lvh-Direktor Walter Pöhl erläuterten bei dem Gespräch die Anliegen der Betriebe und diskutierten mögliche Lösungsansätze.

Ausbildung darf keine Hürde sein
Qualifizierte Fahrerinnen und Fahrer sind schwer zu finden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist deshalb die Ausbildung: Der lvh.apa setzt sich für eine Verlängerung des staatlichen Führerscheinbonus bis 2030 ein. Dieser unterstützt junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren beim Erwerb beruflicher Führerscheine und entsprechender Qualifikationen. Die Förderung deckt bis zu 80 Prozent der Ausbildungskosten, maximal 2.500 Euro. Nach bisherigem Stand läuft sie Ende 2026 aus.

„Wer junge Menschen für den Warentransport gewinnen will, muss ihnen den Einstieg erleichtern. Die hohen Ausbildungskosten dürfen nicht zur Hürde werden“, betont Öhler.

Galateo sagte zu, den Stand einer möglichen Verlängerung beim zuständigen Ministerium zu klären. Parallel entwickelt der lvh ein Ausbildungsmodell im Rahmen der Lehre, das den Erwerb der erforderlichen Führerscheine einschließen soll. Die Finanzierung ist noch offen.

20.000 Quadratmeter fehlen allein den Mitgliedsbetrieben
Auch bei den Logistikflächen drängt die Zeit: Eine lvh-Umfrage ergab für die Mitgliedsbetriebe im Raum Bozen einen zusätzlichen Bedarf von rund 20.000 Quadratmetern. Unter Einbeziehung weiterer Logistikunternehmen wurde beim Treffen sogar ein Gesamtbedarf von rund 50.000 Quadratmetern genannt.
„Unsere Betriebe brauchen Platz, um effizient arbeiten zu können. Ein Logistikzentrum könnte zugleich helfen, Warenströme besser zu organisieren und den Verkehr in Bozen zu entlasten“, erklärt Öhler.

Als Vorbild für ein solches Logistikzentrum wurde das Interporto im Trentino genannt. Diskutiert wurden auch potenzielle Standorte, darunter die Magazzini Generali. Das Vorhaben ist insbesondere für den Wirtschaftsraum Bozen und Leifers von Bedeutung.
„Die Logistik ist ein wichtiger Bestandteil unseres Wirtschaftsstandorts. Deshalb ist es entscheidend, gemeinsam mit den Betrieben tragfähige Lösungen für den Raum Bozen zu entwickeln“, betont Galateo. Er sicherte seine Unterstützung für die weiteren Überlegungen zu.

Auch die Überarbeitung bestehender Straßenverkehrsregelungen kam zur Sprache. Der lvh.apa wird dazu konkrete Änderungsvorschläge vorlegen. Galateo signalisierte auch hierfür politische Unterstützung.

Beim nächsten Treffen mit dem Landeshauptmannstellvertreter will der lvh ein Konzept für ein mögliches Logistikzentrum vorstellen. Auch die weiteren Anliegen der Betriebe sollen gemeinsam vorangebracht werden.

Im Bild (von links): Walter Pöhl, Marco Galateo und Alexander Öhler – ©LPA

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