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Bauen für morgen: RenewLab startet im Alpenraum

Neue Sanierungspraxiszentren verbinden Kreislaufwirtschaft, regionale Materialien und Fachwissen

Datum
28.05.2026
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Mit dem offiziellen Kick-off-Meeting in der BASIS Schlanders fiel der Startschuss für das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „RenewLab – Sanierungspraxiszentrum“. Gemeinsam mit sechs weiteren Projektpartnern aus Südtirol, Tirol, Salzburg und Venetien war auch Plattform Land beim Auftakttreffen vertreten. Eingeladen hatte der Lead Partner BASIS Vinschgau Venosta.

Nachhaltige Sanierung unter realen Bedingungen testen

Im Mittelpunkt des Projekts steht die ökologische Transformation des Bauwesens – mit besonderem Fokus auf Kreislaufwirtschaft, regionale Wertschöpfung und innovative Sanierungslösungen. Aufbauend auf die erfolgreichen Vorgängerprojekte zum nachhaltigen Bauen und Sanieren SHELTER und SUSMAT entstehen in Schlanders, Obertilliach und Calalzo di Cadore drei sogenannte Living Labs – also reale Lern-, Versuchs- und Demonstrationsräume in bestehenden beziehungsweise leerstehenden Gebäuden. Dort werden nachhaltige und kreislauffähige Bauweisen unter realen Bedingungen getestet, weiterentwickelt und sichtbar gemacht.

Zum Einsatz kommen vor allem regionale und biobasierte Materialien wie Holz, Hanf, Lehm, Kalk oder Stroh. Geplant sind praktische Experimente und Anwendungen in Bereichen wie Dämmung, Fenster, Putze oder Böden. Ergänzt werden diese durch Monitoring, Dokumentation und praxisorientierte Erfahrungsberichte.

Wissen vernetzen, Fachkräfte stärken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung eines transnationalen Netzwerks aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Handwerksbetrieben, Gemeinden, Forschungseinrichtungen und Bildungspartnern. Durch praxisnahe Schulungen, Exkursionen, Veranstaltungen und digitale Formate soll das erarbeitete Wissen direkt in die betriebliche Praxis übertragen werden. Damit reagiert RenewLab auch gezielt auf den zunehmenden Fachkräftemangel im Bau- und Handwerkssektor.

Neben dem Aufbau der Sanierungspraxiszentren wird auch die bestehende SUSMAT-Materialdatenbank weiterentwickelt. Zusätzlich wird der innovative Wohnprototyp „CUBO“ getestet und erprobt, um neue Ansätze für nachhaltiges und ressourcenschonendes Wohnen sichtbar zu machen.

Gemeinsam für klimafitte Gebäude im Alpenraum

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich bildet dabei das Herzstück des Projekts. Zu den Projektpartnern zählen neben BASIS Vinschgau Venosta auch EURAC Research, Plattform Land, Confartigianato Belluno, das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR), Raumschmiede ZT GmbH, Vivius sowie die Gemeinde Calalzo di Cadore.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt läuft von Januar 2026 bis März 2028 und verfolgt ein klares Ziel: nachhaltige Sanierung und ressourcenschonendes Bauen im Alpenraum praxisnah voranzubringen. Mit einem genehmigten Gesamtbudget von rund einer Million Euro leistet RenewLab einen konkreten Beitrag zum europäischen Green Deal sowie zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands.

RenewLab möchte nachhaltiges Sanieren greifbar machen – nicht nur für Fachleute, sondern auch für Gemeinden, Schulen, junge Fachkräfte sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden. Ziel ist es, langfristig die Sanierungsquote im Alpenraum zu erhöhen und klima- sowie ressourcenschonende Bauweisen dauerhaft in der Praxis zu verankern.

 

Bildeschreibung: Projektpartner von Renewlab vor dem Eingang der Kreativwerkstatt der BASIS Schlanders. 

Quelle: Plattform Land

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