BIM: neue Standards im Bau

Schritt für Schritt dringt Building Information Modeling (BIM) auch auf den Südtiroler Markt ein, wenn es um die zukünftige Planung und Realisierung von Bauprojekten geht. Der lvh hat über die konkrete Anwendung informiert.

Hubert Gruber, Aster GmbH und Obmann der Berufsgruppe Bau, Architekt Manuel Gschnell, Ingenieur Philipp Gamper,  Paolo Montagner, Ressortdirektor Hochbau, Grundbuch, Kataster und Vermögen, lvh-Vizedirektor Walter Pöhl, lvh-Präsident Martin Haller und Zoia Reiterer, lvh-Koordinatorin Kompetenzbereich Bau und InstallationZahlreiche Handwerksunternehmer waren in das Haus des Handwerks gekommen, um detaillierte Informationen über die Bauwerksdatenmodellierung zu erhalten. Vor allem im Bereich der Planung bietet BIM zahlreiche neue Möglichkeiten. Dank schnellem Zugang zu detaillierten Gebäudeinformationen und der effizienten Zusammenarbeit aller Baubeteiligung bietet die IT-unterstützte Methode große Chancen für verschiedene Gewerke im Handwerk. „Baugewerke, die an der Realisierung von Gebäuden beteiligt sind, können durch diese Methode neue Kompetenzen aufbauen oder vorhandene Kompetenzen erweitern“, betonte lvh-Präsident Martin Haller.
In Form von verschiedenen Kurzvorträgen erläuterten Fachexperten die Anwendung und Einsatzgebiete des BIM. So berichtete Paolo Montagner, Ressortdirektor Hochbau, Grundbuch, Kataster und Vermögen, über das Vorhaben, einen Aktionsplan für die Implementierung des BIM im Bereich der öffentlichen Arbeiten in Südtirol zu erstellen. Bereits Erfahrung mit der BIM-Methodik haben die Ingenieure und Architekten Philipp Gamper und Manuel Gschnell. Vorteile ergeben sich laut ihnen vor allem durch das einzigartige Modell, eine genauere Kosten- und Zeitplanung zu erhalten, effizientere Lösungen zu finden sowie eine bessere Koordinierung und Fehlerminderung zu erreichen. Außerdem ermögliche das Instrument einen Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Hubert Gruber, Baugruppenobmann im lvh berichtete anhand eines konkreten Projektes über die praktischen Erfahrungen mit BIM. „Diese neue Methode bewirkt eindeutig Qualitätssteigerungen. Durch die Integration zwischen Entwurfs- und Ausführungsphase kann ein nahezu kollisionsfreier, integraler Planungsablauf erreicht werden. Varianten sind schnell überprüft, Termine und Kosten einfach kontrolliert und der Informationsfluss zwischen allen Beteiligten kann gesteigert werden. BIM bietet große Chancen, man muss sich nur an das neue Instrument heranwagen“, bekräftigte Gruber.

Informationen zum BIM vermittelt das Kompetenzzentrum Bau & Installation im lvh und wird laufend über das Thema berichten.

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