Sportgerätetechniker warnen vor Mängeln am Ski

Sicher auf den Ski unterwegs: Dies ist nur möglich, wenn Ski auch regelmäßig zum Service gebracht werden. Die Untersuchung der lvh-Sportgerätetechniker zeigt, dass die Realität allerdings oft anders aussieht. Nur 18 Prozent der untersuchten Ski wiesen keine Mängel auf, so Obmann Roberto Moling bei der Info-Veranstaltung.

Die regelmäßige Kontrolle der Ski ist sehr wichtig. (shutterstock)Nur 108 Ski-Paare von untersuchten 600 wiesen keine Mängel auf: Das ist das erschreckende Ergebnis der Untersuchung, die im Rahmen der Sicherheitskampagne der lvh-Sportgerätetechniker durchgeführt wurde. „Dieses Ergebnis zeigt, wie dringend etwas getan werden muss“, betonte Roberto Moling, Obmann der lvh-Sportgerätetechniker, beim Informationsabend „Die Zukunft des Sportfachhandels, Ski Service & Rental“.

„Bei den 82 Prozent der Ski-Paare, die bei der Untersuchung für nicht sicher eingestuft wurden, hat man je Ski-Paar mindestens ein Mengel aufgewiesen, oft sogar mehrere“, sagte Moling. Größtenteils war der Z-Wert, der Auslösewert, bei dem sich die Bindungen der Ski öffnen sollen, nicht in Ordnung. „Es ist sehr wichtig, dass Ski einmal im Jahr zum professionellen Ski-Service gebracht werden, damit die Experten vom Fach alles richtig kontrollieren und einstellen können, unter anderem auch die Bindung“, betonte Moling. Ist die Bindung nicht richtig eingestellt, öffnet sie sich im schlimmsten Fall beim Sturz nicht zum richtigen Zeitpunkt, wobei schwere Verletzungen die Folge sein können. Eine andere Möglichkeit: Die Bindung öffnet sich plötzlich in der Kurve, wodurch es zum Sturz kommt.

Bereits im Rahmen der Kampagne „Sicherheit hat Vorrang“ hat Ausschussmitglied Ernst Messner im vergangenen Winter in Skigebieten Bindungen der Ski-Fahrer untersucht. Auch hier waren viele nicht in Ordnung.

Bei der Informationsveranstaltung wurde auch die Sicht der Sportgerätetechniker beleuchtet. Rechtsanwalt Christian Pedevilla von Pedevilla & Holzer referierte über die Verantwortung und Haftung der Sportfachhändler, Verleiher und Servicebetriebe: „Es ist sehr wichtig, dass sich die Sportgerätetechniker entsprechend absichern und den Service genau dokumentieren.“

Michael Nendwich, Geschäftsführer von VSSÖ und Vizepräsident der FEDAS, vertiefte die Neuerungen der Normen zur Bindungseinstellung: „Es ist sehr wichtig, dass die Normen eingehalten werden, um die Sicherheit auf der Piste zu gewähren.“

Des Weiteren wurde im Rahmen der Veranstaltung über aktuelle Themen und die Zukunftsentwicklung diskutiert.

 

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