Risiken durch Lärm und mechanische Schwingungen

 

Jeder Arbeitgeber muss laut Einheitstext für Arbeitssicherheit GvD 81/08 im Rahmen der allgemeinen Risikobewertung u.a. auch alle Risiken in Folge von Lärm und Vibration bewerten um so die angemessenen Arbeitsschutzmaßnahmen ausarbeiten und anwenden zu können.

IRisiken durch Lärm n keinem Fall dürfen Arbeitnehmer Werten, die die Expositionsgrenzwerte überschreiten, ausgesetzt sein. Die Gesamtbelastung bei Lärm muss deshalb unterhalb 80 dB (Lex, 8h) und unter dem Spitzenwert von 135 dB liegen

Bei mechanischen Schwingungen darf der Auslösewert für mechanische Hand-Arm-Schwingungen den Wert 2,5 m/s² und bei mechanischen Ganzkörper-Schwingungen den Wert 0,5 m/s² nicht überschreiten.

Kommt der Arbeitgeber im Zuge der Bewertung zum Schluss, dass die ebengenannten Grenzwerte überschritten werden, so muss er durch einen Techniker eine spezifische Messung durchführen lassen und Maßnahmen ergreifen, um die Exposition wieder unter die Expositionsgrenzwerte sinken zu lassen. Zudem muss der spezialisierte Techniker auch die Gründe für die Überschreitung der Expositionsgrenzwerte ermitteln und Schutz und Präventionsmaßnahmen vorschlagen.

Gerade im niedrigen Risikobereich kann der Arbeitgeber aber auch zum Schluss gelangen, dass die vorgenannten Expositionswerte nicht überschritten werden. Ist dies der Fall so kann er dies mittels einer Erklärung in Eigenverantwortung feststellen und zudem erklären, dass die vorhandenen Risiken so gering sind, sodass keine detailliertere Messung erforderlich ist. Somit ist es nicht notwendig einen Techniker hinzuzuziehen.

Eine Eigenerklärung wird jedoch nur für den Fall empfohlen, wenn das Lärm- und Vibrationsrisiko augenscheinlich sehr gering ausfällt oder wenn die Sicherheit besteht unter den Grenzwerten zu liegen.

 

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