Sicherheit hat Vorrang

Die Sportgerätetechniker im lvh setzen die Sensibilisierungsarbeit zur Verminderung von Unfällen und Verletzungen fort. Information und Aufklärung durch Fachleute bezüglich Auswahl, Einstellung und Wartung des technischen Sport-Equipments spielen dabei die Hauptrolle. Im Pustertal finden die Auftaktveranstaltungen der Kampagne statt.

Informieren über die richtige Wahl der Skiausrüstung und dessen WartungEine defekte oder mangelhaft gewartete Wintersportausrüstung kann fatale Folgen haben. Nicht selten endet ein Skitag in diesem Fall im Krankenhaus. Leider sind viele Wintersportfans nicht richtig über Produkte, Einstellungen und erforderliche Wartung des technischen Ski-Equipments informiert. Dem möchte die Berufsgemeinschaft der Sportgerätetechniker im lvh nun mit einer Aufklärungskampagne entgegenwirken. „Oft wird gar nicht hinterfragt, ob das Produkt überhaupt für diese Person geeignet ist bzw. für diese Zielgruppe und Einsatzbereich konstruiert wurde. Nur wenige nehmen sich die Zeit, um die richtige Größe zu ermitteln. Auch bei der unbedingt notwendigen Einstellung z.B. der Skibindungen wird kaum die schon seit über 30 Jahren genormte Berechnung des Einstellwertes und die vorgeschriebene elektronische Funktionskontrolle der Funktions-Einheit (Ski-Bindung-Schuhe) nach ISO 11088 oder 13993 durchgeführt. Der meistens verwendete nicht nachvollziehbar ermittelte zu hohe oder zu niedrige Einstellwert oder eine starke Abweichung der Bindung vom genormten Auslösewert bewirkt, dass die Bindung bei einem Sturz zu spät auslöst oder die Person zu Sturz kommt weil die Bindung während der Fahrt aufgeht“, erklärt der Obmann der Skiservicetechniker, Roberto Moling.

Die Kampagne „Sicherheit hat Vorrang“ soll vor allem eins: durch Aufklärung und Wissensvermittlung eine Bewusstseinsveränderung bezüglich Eigenverantwortung bewirken. Gleichzeitig sollen Endverbraucher richtig beraten werden, wenn es um die auf die Person zugeschnittene Skiausrüstung oder den richtigen Wartungsservice geht. „Der Skifahrer sollte immer gut informiert sein über die Qualität der Leistungen in den Sportgeschäften, Skiverleihen und Servicewerkstätten. Nur wenn eine gewisse Qualität gefordert wird, können sich Standards einbürgern und einen Mehrwert für die gesamte Wintersportbranche erzielen. Schlussendlich entstehen durch Unfälle nicht nur Mehrkosten für das Gesundheitssystem, sondern für die gesamte Wirtschaft aufgrund der Arbeitsausfälle“, betont Moling.

Die Sportgerätetechniker präsentierten sich mit einem Informationsstand erstmals am 18. Februar 2019 im Skigebiet Piculin (St. Martin i. Thurn) vor dem Skiservice Pic.Ant. Fachleute haben dort Skifahrer und Interessierte über die richtige Produktwahl, die richtigen Einstellungen sowie Wartungsbedingungen informiert. Am 22. Februar 2019 ist ein weiterer Infostand in Bruneck am Graben geplant.

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