Warentransporteure fordern mehr Sicherheit

Immer wieder legen schwere LKW-Unfälle die Brennerautobahn lahm. Die Warentransporteure im lvh machen auf verschiedene Sicherheitsaspekte aufmerksam, die einige Verkehrsteilnehmer einfach ignorieren.

Morandell-Elmar---OO-Kaltern„Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn gewisse Sicherheitsmaßnahmen respektiert und eingehalten werden", erklärt der geschäftsführende Obmann der Warentransporteure im lvh, Elmar Morandell. Gemeint sind z.B. die immer noch rollenden Lieferwagen, auf welche die Ladung einfach hinaufgeworfen wird ohne sie zu sichern noch zu überprüfen, ob der Kleinlaster nicht überladen ist. Diese nicht gesicherte Ladung bringt vor allem die anderen Straßennutzer in Gefahr. „Die Fahrer von LKWs, die tagtäglich auf der Straße unterwegs sind, wissen, was passieren kann, wenn sie ihre Ladung nicht ordnungsgemäß sichern. Deshalb gehören sie auch zu den am besten ausgebildeten in Bezug auf Ladungssicherung", so Morandell.
Ein weiteres Problem stellt die Übermüdung der Fahrer sowohl von PKWs als auch von Fahrern von Kleinlastern dar, da vor allem letztere die Lenk- und Ruhezeiten, wie sie für LKW-Lenker von Fahrzeugen über 7,5 Tonnen vorgeschrieben sind, nicht einhalten müssen. „Da sich viele Fahrer übernehmen und trotz augenscheinlicher Übermüdung weiterfahren, kann es zu mangelnder Reaktionsfähigkeit führen. Davon betroffen sind hauptsächlich Kleinlaster, welche aus dem Osten Europas kommen. Abgesehen von den horrenden Konditionen, in welchen sich viele der Fahrzeuge befinden, sind viele dieser Fahrer bis zu 24 Stunden hinterm Steuer. Unfälle, in welche LKWs dann verwickelt werden, sind dann vorprogrammiert", so Morandell.
Ein unterschätztes Problem sei auch immer wieder der nicht eingehaltene notwendige Sicherheitsabstand, der in einem Bremsmanöver effektiv zu kurz sei und zu einem Unfall führen könne. „Leider gibt es immer mehr Fahrer von Pkws und Kleinlaster, die den Sicherheitsabstand nicht einhalten und somit die Unfallgefahr deutlich erhöhen", betont Morandell.

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