Südtirols erste Ausbildungsmappe an Lehrlinge übergeben

Lehrling, Betrieb und Schule sollen noch enger zusammenarbeiten. Dieses Ziel hat sich die Berufsgemeinschaft der Tischler im lvh groß auf die Fahne geschrieben und die erste Südtiroler Ausbildungsmappe erstellt. „Die Mappe ist zum einen Orientierungshilfe und Sammelinstrument für die Lehrlinge und zum anderen das Bindeglied zwischen Betrieb, Schule und Eltern", erklärte Michael Gruber, der Obmann der Tischler im lvh.

PK Ausbildungsmappe_100013 neue Tischlerlehrlinge des Berufsbildungszentrums Bruneck erhalten in den nächsten Tagen erstmals ihre eigene persönliche Ausbildungsmappe, die sämtliche Unterlagen rund um ihre Ausbildung und ihren zukünftigen Arbeitsplatz enthält. Entwickelt und initiiert wurde das Pilotprojekt von der Berufsgemeinschaft der Tischler im lvh. „Immer wieder haben wir uns Gedanken gemacht, wie man die Kommunikation zwischen Lehrling, Betrieb und Schule verbessern könnte", erzählte Michael Gruber, Obmann der Tischler im lvh. „Die Inhalte müssen aufeinander abgestimmt sein und klar vermittelt werden. Erst dann können sie in der theoretischen Ausbildung und in der praktischen Arbeit effizient und korrekt angewandt werden", betonte Michael Gruber, Obmann der Tischler im lvh im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. Dass solche Initiativen die Qualität der beruflichen Ausbildung in Südtirol um eine weitere Stufe steigern, unterstrich auch die Direktorin des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Cäcilia Baumgartner. „Südtirol hat bereits hohe Qualitätsstandards was die Berufsausbildung betrifft! Dennoch sind immer wieder neue Wege und Maßnahmen notwendig, um einzelne Bereiche auszubauen und zu perfektionieren. Die neue Ausbildungsmappe ist ein hilfreiches Instrumentarium, um die bestehenden Synergien noch besser zu nutzen", so Baumgartner.
Gruber-Michael-Obmann-Tischler-Aufbau und Inhalte der Mappe wurden von Karl Forer, Bildungsbeauftragter der Firma Elpo in Bruneck, und Christof Steinkasserer, Lehrer am Berufsbildungszentrum in Bruneck, vorgestellt. Besonders hilfreich sind die vorbeschrifteten Trennblätter, die ein übersichtliches Sortieren der Unterlagen garantieren. Dadurch verliert man zwischen Lehrvertrag, Bildungsordnung, Arbeitsplatzbeschreibungen und -bestimmungen, Steuerunterlagen oder den Unterlagen des Betriebes und der Schule nicht den Überblick. Der Lehrling kann die Mappe darüber hinaus auch als persönliches Mitteilungsheft zwischen Schule und Betrieb als auch als Sammelwerk für getätigte Schulungen, Weiterbildungen oder Lohnscheine verwenden. Kurzum: die Mappe soll dem Lehrling stets Orientierungshilfe in seiner Ausbildung sein.
Finanziert wird das Pilotprojekt zum Großteil von der Bilateralen Körperschaft. „Wir begrüßen solche Initiativen, die sowohl den Lehrling, den Ausbilder und die Schule stärken. Südtirol besitzt mit der dualen Ausbildung ein absolutes Vorzeigemodell und sollte unbedingt noch viel mehr in sie investieren", erklärte lvh-Vizepräsident und Präsident der Bilateralen Körperschaft Martin Haller.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde den zwei angehenden Tischlerlehrlingen Fabian Nöckler (Tischlerei Nöckler, Pfalzen) und Lukas Oberjakober (Tischlerei Pupp, Bruneck) offiziell ihre persönliche Ausbildungsmappe überreicht. Ziel für die Zukunft ist es, das Projekt auch für die übrigen Handwerksberufe umzusetzen und den Lehrlingen die Mappe gemeinsam mit dem Lehrvertrag auszuhändigen.

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