Auszahlungen im Bauwesen beschleunigen - Bürokratie abbauen!

Die Bauwirtschaft ist ein Sektor, der ganz besonders von strengen Auflagen und einer großen Anzahl von Bestimmungen belastet ist. Die Handelskammer Bozen schlägt in der Broschüre „Schnellere Auszahlungen im öffentlichen Bauwesen. Grundlagen und Verbesserungsvorschläge" Maßnahmen vor, damit die Bauunternehmen rascher ihr Geld bei öffentlichen Bauprojekten erhalten.

broschuere auszahlungen_1000

Die Auszahlungen an die Unternehmen für abgeschlossene Baufortschritte im öffentlichen Bauwesen sollten beschleunigt werden, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Deshalb braucht es vereinfachte und angemessene rechtliche Regelungen, eine vollständige und möglichst detaillierte Planung der Raumprogramme und Projekte sowie effizientere Abläufe der Verfahren von der Bauabrechung bis zur Auszahlungen an die Unternehmen.
Die Gründe für späte Auszahlungen sind vielfältig. Sie reichen von komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen bis hin zu Planungs- und Informationsdefiziten sowie Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Akteuren (Bauherr, Verfahrensverantwortlicher, Projektant, Bauleiter, Bauunternehmen etc.).
Handelskammerpräsident Michl Ebner erklärt: „Bereits durch eine effizientere Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten können die Unternehmen schneller ihr Geld für abgeschlossene Baufortschritte erhalten und Liquiditätsengpässe können vermieden werden."
Zu den wichtigsten Forderungen der Arbeitsgruppe, die die Broschüre ausgearbeitet hat, zählen im gesetzlichen Bereich ein einfacheres Verwaltungsverfahren für kleinere Bauvorhaben sowie für die Genehmigung von Varianten und Neupreisen. Weiters sollten bestehende Spielräume für die direkte Bezahlung der Subunternehmen verstärkt genutzt werden und monatliche Auszahlungen der Baufortschritte vorgesehen werden.
Der Landesrat für Wohnbau und Öffentliche Bauten, Christian Tommasini betont: „Es ist wichtig, unsere Zusammenarbeit zu verstärken um die Prioritäten in Bezug auf die Inhalte und die Investitionen der öffentlichen Bauprojekte festzulegen."

Weitere Auskünfte erteilt das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, Ansprechpartner Georg Lun, Tel. 0471 945 708 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Broschüre ist Teil des Aktionsprogramms „Weniger Bürokratie – Mehr Wirtschaft" und wurde in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten der Landesverwaltung, der Ingenieurs- und Architektenkammer, des Baukollegiums sowie des lvh – Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister erstellt.

broschuere 400

 

Bitte einloggen, um diesen Artikel kommentieren zu können.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.