Südtirol gibt Ausbildungs-Know-how weiter

Die Berufsausbildung im dualen System ist in Italien erst seit 2011 gesetzlich verankert. Zumal die Erfahrungswerte auf diesem Gebiet in den anderen italienischen Provinzen noch sehr jung sind, stand kürzlich der lvh-Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister der Region Piemont unterstützend zur Seite.

Pardeller vertikal 298„Wir haben im Bereich der Berufsausbildung mittlerweile zahlreiche Erfahrungswerte und das notwendige Know-how, das wir gerne auf nationaler Ebene weitergeben", erklärt Thomas Pardeller, Direktor im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister. Bereits im Rahmen der letzten Landesmeisterschaft der Berufe 2012 freute sich der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleistung über den Besuch einer Delegation aus dem Piemont, die sich eine konkrete Idee vom Können der jungen Südtiroler Handwerker überzeugen wollte. „Ziel sollte es bereits damals sein, einen ähnlichen Berufswettbewerb auch in der Nachbarprovinz auf die Beine zu stellen", so Pardeller. Heuer war es dann soweit: die Region Piemont hat erstmals einen Berufswettbewerb mit fünf Berufen und 45 Teilnehmern ausgerichtet. Der lvh-Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleistung hat als offizieller Vertreter von Worldskills Italy die Schirmherrschaft übernommen und die Organisatoren bei der Planung und Umsetzung unterstützt. „Zunächst standen wir dem OK-Team als Berater in der allgemeinen Organisation zur Seite. Unsere Aufgabe bestand auch im technischen Support, sobald es darum ging, die Wettbewerbsaufgaben auszuarbeiten. Tipps und Know-how erfuhren die Piemonteser vor allem durch fünf Südtiroler Worldskills-Experten, die als Jurypräsidenten auch für den rechtmäßigen Ablauf des Wettbewerbs sorgten", betont Pardeller.
In Zusammenarbeit mit der Confartigianato in Rom sollen nun weitere ähnliche Berufswettbewerbe auch in den übrigen Provinzen folgen. „Sicherlich müssen sowohl wirtschaftliche als auch politische Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene geschaffen werden, damit das Südtiroler Modell umgesetzt werden kann. Inzwischen werden wir die Nachbarprovinzen aber gern zu unserem Steckenpferd duale Ausbildung beraten, da es die Garantie für die Schaffung junger Arbeitsplätze ist", so der Verbandsdirektor.

Im Bild: Thomas Pardeller, Direktor im lvh-Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister

 

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