Raum und Landschaft beschäftigt Ultner Handwerk

Das neue Urbanistikgesetz war zentrales Thema der online-Ortsversammlung der Handwerker von Ulten. In der Gemeinde stehen in den nächsten Jahren einige Bauvorhaben an.

Lösch, lvh-Vizeortsobmann und Vizebürgermeister in UltenLösch, lvh-Vizeortsobmann und Vizebürgermeister in Ulten„Auch wenn das Jahr 2020 nicht leicht war, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Ich hoffe, dass es uns heuer wieder gelingen wird, einige Initiativen und Aktionen für das lokale Handwerk zu starten“, sagte Martin Lösch, lvh-Vizeortsobmann von Ulten und begrüßte die lvh-Mitglieder zur Versammlung. Vor allem in Hinblick auf neue Bauprojekte gibt es gute Neuigkeiten. In den nächsten fünf Jahren sollen der Kindergarten in Walburg sowie ein neues Gemeindehaus errichtet werden, wie Lösch, der zugleich auch Vizebürgermeister ist, berichtete. Ziel der Gemeindeverwaltung sei es, vor allem heimische Betriebe in die Ausschreibungen zu involvieren.

Wie in vielen Südtiroler Gemeinden ist auch in Ulten das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft ein wichtiges Thema sowohl für die Gemeinde als auch für die Wirtschaft. Wichtige Ziele des Gesetzes sind beispielsweise die Sicherung der nachhaltigen Entwicklung, die Einschränkung des Bodenverbrauchs, die Sicherstellung der Nahversorgung und das leistbare Wohnen. „Die Gemeinden haben nun die wichtige Aufgabe, ein sogenanntes Gemeindeentwicklungsprogramm auszuarbeiten und das Siedlungsgebiet abzugrenzen“, erklärte Fontelina Lopez, Mitarbeiterin der wirtschaftspolitischen Abteilung im lvh. Eine starke Vertretung des Handwerks in den Gemeindestuben ist hierbei sehr wichtig.  Eine weitere konkrete Mitsprachemöglichkeit besteht für Handwerker darin, sich in das Sachverständigenverzeichnis (Abschnitt „Wirtschaft“) einzutragen, aus welchem die Südtiroler Gemeinden ihre Mitglieder für die Gemeindekommission Raum und Landschaft auswählen. Voraussetzung für die Eintragung ist, seit mindestens 5 Jahren den Meisterbrief im Handwerk zu haben sowie seit  mindestens  5 Jahren einen Handwerksbetrieb mit mindestens 5 Mitarbeitern zu leiten. „Handwerksmeister sind mit Sicherheit ein Gewinn für die Kommission, weil sie fachliches und praktisches Verständnis einbringen“, betonte lvh-Bezirksobmann Mathias Piazzi.

Piazzi verwies auf die Unterstützung des Verbandes sowohl in Hinblick auf das Urbanistikgesetz, die öffentlichen Aufträge oder jegliche andere Angelegenheit. „Ihr könnt euch jederzeit an mich oder den Verband wenden. Der lvh versteht sich als euren direkten Ansprechpartner für jegliche Fragen und Inputs. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig ein Verband ist. Unser Ziel ist es, fortan die Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern stärker auszubauen, um bestmöglich für die Interessen des Südtiroler Handwerks einstehen zu können.“

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