Tapezierer/Raumausstatter: Lehrzeit an Zukunft anpassen

Im Rahmen eines Treffens mit Bildungslandesrat Philipp Achammer haben Mitglieder des Berufsbeirates der Tapezierer/Raumausstatter erneut ihren Vorschlag präsentiert, das einst gestrichene vierte Lehrjahr wieder fix einzuführen – vor allem weil sich ihr Berufsbild wandelt und neue Aufgaben hinzukommen. 

(von links): Landesrat Philipp Achammer, die Berufsbeiratsmitglieder der Tapezierer/Raumausstatter im lvh Walter Höller und Robert Egger sowie dem Obmann der Berufsgemeinschaft Hannes Premstaller - Foto: lvh.apa(von links): Landesrat Philipp Achammer, die Berufsbeiratsmitglieder der Tapezierer/Raumausstatter im lvh Walter Höller und Robert Egger sowie dem Obmann der Berufsgemeinschaft Hannes Premstaller - Foto: lvh.apaDer Tapezierer/Raumausstatter ist seit jeher auch der Spezialist, wenn es Einrichtungsfragen geht. Um das Fachwissen zu Material und Handwerk zusätzlich auch digital und visuell dem Kunden präsentieren zu können, kommen entsprechend zahlreiche neue Aufgaben zum gewohnten Berufsalltag und Kundengespräch dazu, so zum Beispiel das Arbeiten mit CAD-Programmen, Virtual Reality usw. „In drei Jahren Lehrzeit sind die bestehenden und zukunftsweisenden Inhalte allerdings nicht unterzubringen“, erklärt der Obmann der Tapezierer/Raumausstatter Hannes Premstaller, „wir möchten die Jugend bestens auf ihre Arbeit und die neuen Arbeitsmöglichkeiten vorbereiten und hierfür ist eine Ausdehnung des Lehrlingsausbildung unbedingt erforderlich.“

Welcher Lernstoff Inhalt des zusätzlichen Lehrjahres sein könnte und wie das traditionelle Tapeziererhandwerk mit innovativen Ansätzen zukünftig kombiniert werden kann, erläuterten die Vertreter der lvh-Berufsgemeinschaft Hannes Premstaller, Walter Höller und Robert Egger vor kurzem Landesrat Philipp Achammer. Dieser zeigte sich grundsätzlich zuversichtlich, dass die Vorschläge einen Mehrwert für Lehrlinge, Betriebe und Schulen darstellen könnten. Das Thema werde in den nächsten Wochen in der Südtiroler Landesregierung behandelt. „Wir hoffen, dass wir schon bald mit einer konkreten Entscheidung rechnen und die Ausbildungszeit entsprechend der zukünftigen Bedürfnisse anpassen können“, so das Fazit des Obmanns.

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