Nutzungsrecht, Urheberrecht & Co

Die Fotografen im lvh haben gemeinsam mit der Vereinigung der Berufsfotografen eine Informationsveranstaltung über Fotorechte organisiert. Über 50 Fotografen und Filmer nahmen an der interessanten Veranstaltung in Bozen teil.

Großes Interesse im prall gefüllten Saal der Mila. Foto: Alfred TschagerEgal ob es um ein Fotoshooting in einem klassischen Fotostudio für Privatpersonen oder um die Werbefotografie geht. Viele denken, dass ihnen die produzierten Fotos automatisch gehören und sie alle Rechte an den Bildern mit der Bezahlung erworben haben. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir sowohl Fotografen als auch Filmemacher sensibilisieren, das Urheberrecht bei der Veröffentlichung von Fotos einzufordern“, betont der Obmann der Fotografen im lvh, Florian Andergassen. Der Fotograf könne die Nutzung und Verwendung von Bildern Dritten ganz oder teilweise gewähren. Der Auftraggeber müsse allerdings Sorge tragen, dass im Fall der Veröffentlichung in Zeitschriften oder Internetseiten der Name des Fotografen sprich des Urhebers angeführt wird. Die einzelnen rechtlichen Details erläuterte Rechtsanwalt Christoph Perathoner, so auch die Creative-Commons-Lizenz, welche auf der ganzen Welt einsetzbar ist und so lange gilt, wie der Schutz des Urheberrechts andauert.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden nicht nur die verschiedenen Nutzungsrechte aufgezeigt, sondern auch die Risiken von veröffentlichten Bildern in sozialen Netzwerken aufgezeigt. „Jede Social Media Plattform räumt sich nämlich individuelle Nutzungsrechte ein und vielfach werden zwar Hashtags angeführt, die Nennung des Fotografen des Bildes aber vergessen “, erklärt Andergassen.

Bei unrechtmäßiger Verwendung von Fotos sei eine konsequente Erinnerung und Ermahnung unumgänglich. „Am besten regelt man die Art und den Umfang der Nutzung sowie die Namensnennung vertraglich fest. Dies sollte bestenfalls noch vor Erteilung des Fotoauftrages passieren, um späteren Ärger bezüglich Urheber- und Nutzungsrechtsverletzungen vorzubeugen“, empfiehlt Ingrid Heiss, Präsidentin der Vereinigung der Berufsfotografen Südtirol.
Die Fotografen im lvh haben zudem die ausgearbeitete Broschüre „BIN ICH FOTO“ und Vertragsvorlage dem Publikum vorgestellt. Beide Unterlagen enthalten Themen wie, Nutzungsrechte, Shootings u.v.m. und sind auf Anfrage im lvh erhältlich.

Abschließend wurden einige Tools vorgestellt, welche bei der Suche von geklauten Fotos im Netz behilflich sein können und Beispiele einer klaren Kostenkalkulation aufgezeigt.

Impressionen

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Fotos: Alfred Tschager

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