Durch Kooperationen bei Ausschreibungen erfolgreich

Dass bei den öffentlichen Ausschreibungen in Prad eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und den örtlichen Betrieben besteht, kam bei der letzten lvh-Ortsversammlung der Gemeinde zum Ausdruck. Damit zusammenhängend wurden vor allem die Kooperationen der örtlichen Firmen positiv hervorgehoben. Auf dem Programm der Versammlung standen außerdem andere wichtige wirtschaftliche Themen wie die Lehrlingsausbildung und die betriebliche Ressourceneffizienz von Handwerksbetrieben.

Lechner-Josef OO Prad„In den insgesamt 12 Ausschusssitzungen im vergangenen Jahr hat die Ortsgruppe viele Inhalte besprochen und vorangebracht", berichtete lvh-Ortsobmann Josef Lechner erfreut. Er lud auch die anderen Handwerker dazu ein, Anregungen für Tätigkeiten oder Maßnahmen auf Ortsebene zu liefern. Er schlug vor, dass die Ortsgruppe in naher Zukunft ein Zonenfest veranstalten könnte, sofern Interesse bei den Betrieben besteht.
"Die zahlreichen Vorschriften und Auflagen sind die größte Hürde bei der Anstellung von Lehrlingen", bedauerte Bezirksobmann Erhard Joos. „Doch auch raten besonders die Eltern ihren Kindern vermehrt zur klassischen Schullaufbahn, die bei vielen ein höheres Ansehen genießt als eine Lehre", so Joos. Er hob aber auch hervor, dass es bei den Lehrlingen in der dualen Ausbildung weitaus weniger Arbeitslose gebe als in anderen Bereichen, was wiederum für die Lehre spreche. Joos ging auch auf den wichtigen Stellenwert ein, den Kooperationen in Zukunft für die kleinstrukturierten Betriebe in Südtirol haben werden.

In Prad das Potenzial schon erkannt

In Prad sind in der Vergangenheit die Vorteile von Betriebszusammenschlüssen bei Bauprojekten aber schon erkannt und erfolgreich umgesetzt worden, wie die Anwesenden aus dem Bericht des Bürgermeisters Hubert Pinggera erfuhren. „Vor allem durch Kooperation konnten sich die Handwerker von Prad bei den Ausschreibungen beweisen und so den Zuschlag erhalten", so Pinggera. „Das Handwerk ist ein starker Wirtschaftszweig in unserem Dorf und der Gemeinde ist es stets gelungen, die Arbeiten innerhalb des Ortes, in Fällen, wo es nicht möglich war, maximal innerhalb des Vinschgaus zu vergeben", verkündete Pinggera erfreut und gab auch bekannt, dass in Prad noch Gewerbegrund zur Verfügung stehe, da sich bis dato keine Interessenten gefunden haben. Gemeindereferent Alois Lechner präsentierte genaue Zahlen zu den öffentlichen Ausschreibungen und veranschaulichte den Anwesenden die Ausgaben der Gemeinde. Außerdem betonte er die Wichtigkeit des Krankenhauses von Schlanders für die Vinschger Bevölkerung.

Wettbewerbsfähigkeit und Effizienzsteigerung noch ausbaubar

Sandra Kainz von der lvh-Innovationsabteilung referierte über betriebliche Ressourceneffizienz von Handwerksbetrieben und zeigte konkrete Schritte auf, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Im europaweiten Vergleich zeige sich deutlich, dass aufgrund der Kleinstrukturiertheit der italienischen (und auch der Südtiroler) Betriebe, großes Potenzial zur Effizienzsteigerung bestehe. „Ganz zentrale Punkte, denen die Betriebe erhöhte Aufmerksamkeit schenken müssen, sind beispielsweise die Einsparung bei Energiekosten, Nutzung des Potenzials und den Einsatz innovativer Technologie", erklärte die Referentin.

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