Kfz-Mechatroniker setzen weiter auf Vertrauen

Positive Stimmung herrscht derzeit im Südtiroler Fahrzeughandel und in den Kfz-Werkstätten. Der Obmann der Kfz-Mechatroniker im lvh Dietmar Mock richtet dennoch einen klaren Appell an die Unternehmer: „Gerade jetzt sollten wir uns nicht entspannt zurücklehnen, sondern den Vertrauensvorsprung unserer Kunden nutzen, um deren Anforderungen und Bedürfnisse auch in Zukunft gerecht zu werden."

kfz jv_2016_800Der Südtiroler Automobilmarkt war in den vergangenen Jahren stark rückläufig. Mit 2015 schien der Tiefpunkt allerdings überwunden. „Acht von zehn Unternehmern im Kfz-Sektor haben 2015 die Ertragslage als positiv bewertet, 2016 sind es neun von zehn Unternehmern, die mit der Ertragslage zufrieden sind. Die Anzahl der Neuwagenzulassungen von Privatpersonen sind im ersten Semester deutlich angewachsen. Bis Jahresende erhoffen sich die Wirtschaftstreibenden einen stärkeren Umsatzzuwachs. Auch die vom neuen italienischen Stabilitätsgesetz vorgesehenen Steuervorteile für Firmenwagen haben zum Aufschwung des Sektors beitragen", berichtete Dietmar Mock, Obmann der Kfz-Mechatroniker bei der Jahresversammlung, die dieses Jahr in der neuen Kfz-Werkstätte von Heinrich Mittermair stattfand. Gleichzeitig mahnte Mock die anwesenden Mitglieder aber auch zur Vorsicht: „Der Markt verändert sich immer rasanter. In unserem Sektor ist ein enges Vertrauensverhältnis zu den Kunden die Grundvoraussetzung. Umso mehr sollten wir uns mit den Kundenerwartungen auseinandersetzen, um deren Wünschen und Bedürfnissen auch zukünftig gerecht zu werden."

Interesse an Onlineeinkäufen bei Reifen oder Ersatzteilen gering

Der Gastreferent der Veranstaltung Marc Aguettaz von GIPA, einem internationalen Marktforschungsinstitut im Automobilsektor, bezifferte die Wichtigkeit des Vertrauens zum Kfz-Handwerker mit 53 Prozent. „Damit steht das Vertrauen an erster Stelle, der Ort der Werkstätte an zweiter und das Preis-Leistungs-Verhältnis an dritter Stelle", so Aguettaz. Interessante Informationen lieferte der Referent über Käufe im Internet: Nur eine geringe Anzahl von Fahrzeuglenkern bestellen Reifen oder Ersatzteile im Netz. 11% benutzen Internet für Preisvergleiche, aber nur 1,1% kauft. 17% hingegen suchen auf Internet nach der nächstgelegenen Werkstätte oder wollen sich online zur Reparatur, Wartung oder Hauptuntersuchung anmelden. Ehrengäste der Versammlung waren lvh-Präsident Gert Lanz, Ehrenpräsident Walter Pichler, der Direktor der Landesberufsschule Bozen Peter Prieth sowie der stellvertretende Direktor des Motorisierungsamtes Markus Kolhaupt. Gesponsert wurde die Veranstaltung von den Firmen Tunap, Staffler, Würth, FEA, Trost und Bresolin.

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