Kommunikationsbranche: Südtirol liegt an der Spitze

Die Medien- und IT-Branche in Südtirol kann sich sehen lassen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie des Nationalverbandes Confartigianato wurden die jüngsten Entwicklungen in Italien analysiert: Südtirol liegt dabei an erster Stelle. „Unsere Kommunikationsbetriebe sind flexibel und zukunftsorientiert", lobt auch Horst Fritz, Obmann der Berufsgruppe Druck, Medien und IT im lvh.

fritz horst 400Horst Fritz, Obmann der lvh-Berufsgruppe Medien, Design und ITSüdtirols Medien- und IT-Branche kann sich sehen lassen: Während in anderen Regionen Italiens die Zahlen rückgängig sind, verzeichnen hiesige Kommunikationsbetriebe einen Aufwärtstrend. Mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent führt Südtirol die italienweite Rangliste an. Das zeigt eine vor Kurzem durchgeführte Studie des Nationalverbandes Confartigianato. Auch die Online-Medien sind im Aufschwung: Vor allem Klein- und Mittelbetriebe sind der Motor dieser sogenannten „digitalen Revolution".

Horst Fritz, Obmann der Berufsgruppe Druck, Medien und IT im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh), über dieses Phänomen:

Warum hat der Sektor der Kommunikation in den Jahren 2014 und 2015 zugenommen?

Horst Fritz: Südtirols Betriebe rund um die Kommunikation, also Print, Grafik und Web, haben sich immer schon als flexible und zukunftsorientierte Unternehmen bewährt. Die kontinuierlich wachsenden Zahlen bestätigen das wieder. Die Kommunikation ist in den vergangen Jahren vielfältiger geworden, die Betriebe brauchen verschiedene Kanäle, um Botschaften zu vermitteln und Kunden zu erreichen. In diesem Sinne haben sich in Südtirol viele Jungunternehmer und Startup-Betriebe erfolgreich dieser Dienstleistung verschrieben. Der Zuwachs von 2,2 Prozent ist der höchste in ganz Italien, während es in anderen Provinzen rückläufige Zahlen gibt. Südtirol ist auch im Bereich des Konsums digitaler Medien Spitzenreiter. Auch im Printbereich ist ein Wachstum von 2,8 Prozent des Papierbedarfs zu verzeichnen. Dieses Ergebnis kommt aber nicht von ungefähr: Gute Ausbildungsplätze, das gute Zusammenspiel zwischen der dualen Lehre, der Fachschulen und innovativer Betriebe legen den Grundstein für das Wachstum.

Was sind die Geheimnisse unserer Handwerksbetriebe?

Es gibt keine Geheimnisse, die Ursache kann man in Südtirol überall erkennen: Der unerschütterliche Wille, im Dienste des Kunden gute, qualitativ hochwertige Dienstleistung und Produkte rund um das Thema Kommunikation anzubieten, gepaart mit hochqualitativer Ausbildung und nicht zuletzt der Fleiß und die Bereitschaft, flexibel auf die Bedürfnisse des Marktes einzugehen. Das sind die Voraussetzungen.

Worauf sollen die Betriebe achten, um auch künftig wachsen zu können?

Die Herausforderungen sind vielfältig: Die kontinuierliche Ausbildung und Konfrontation mit dem Thema Kommunikation in all seinen Varianten ist die Grundvoraussetzung, die Bedürfnisse des Marktes frühzeitig zu erkennen und entsprechende Dienstleistungen anbieten zu können. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Nachwuchskräften die Möglichkeit geboten wird, eine Ausbildung zu genießen. Die Rahmenbedingungen müssen den geänderten Bedürfnissen angepasst und nicht zuletzt die Qualität der Produkte auch in Kooperationen mit anderen Dienstleistern für unsere Kunden verbessert werden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt „designed + produced in Südtirol". Damit wird die Möglichkeit gewährleistet, den Kunden zu zeigen, dass die Kommunikation im kleinen Kreislauf entstanden ist, dass alle dazu beitragen, dass Gemeinden lebenswert sowie Lehr- und Arbeitsplätze erhalten werden und die Wertschöpfung im Lande bleibt. Wenn uns das gelingt, können wir beruhigt in die Zukunft schauen. In diesem Zusammenhang spielt sicher auch das neue Vergabegesetz mit dem Leitfaden eine entscheidende Rolle.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.