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Zukunft ist Handarbeit

Bei der lvh-Ortsversammlung in Glurns und Taufers im Münstertal wurde deutlich: Das Handwerk steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Nachwuchs gewinnen, den Strukturwandel aktiv gestalten, Kräfte bündeln – all das sind Aufgaben, die Mut und Zusammenhalt verlangen.

Datum
16.02.2026
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lvh-Ortsobmann Fritz Oskar Wielander eröffnete die Versammlung mit Stolz – nicht nur auf die Arbeit der Ortsgruppe, sondern auch auf das „super Abschneiden“ von Andreas Baldauf aus Glurns, der als Maurer bei den WorldSkills Silber holte. Ein Signal: Talent ist da. Man muss es sichtbar machen. Genau daran arbeitet die Ortsgruppe, etwa durch Betriebsbesuche von Mittelschülern. Sie bringen den Jugendlichen das Handwerk näher.

Günther Platter, lvh-Bezirksobmann des Obervinschgau, spannte den Bogen weiter. Nachwuchsförderung sei kein Projekt, sondern Daueraufgabe. Kids Academy, Treffpunkt Schule, die enge Zusammenarbeit mit dem BBZ Schlanders – all das zahlt auf eine Realität ein, die nüchtern ist: Demografischer Wandel, Betriebsnachfolgen, Fachkräftemangel. „Wir sind eine Lehrzeit von 2030 entfernt“, lautete eine zentrale Botschaft aus der Bezirksversammlung. Weiterbildung müsse Teil des Produktionsprozesses sein, nicht Lückenfüller in schwachen Zeiten.

Auch strukturelle Fragen wurden angesprochen: Offene Ausbildungssysteme wie Lehre mit Matura oder Quereinstieg, stärkere kaufmännische Kompetenzen, Kooperationen zwischen Betrieben. Beratung und Planung gewinnen gegenüber reiner Produktion an Bedeutung. Gleichzeitig brauche es Neugier, Gemeinschaftssinn und die Bereitschaft, Neues zuzulassen – dann habe das Handwerk auch künftig „goldenen Boden“.

Rosalinde Gunsch, Bürgermeisterin von Taufers im Münstertal, berichtete aus der Gemeinde: Neubau des Recyclinghofs, Investitionen in erneuerbare Energien – etwa eine neue Photovoltaikanlage auf der Feuerwehrhalle –, Carsharing-Projekte und die Überarbeitung veralteter Gemeindeentwicklungspläne. Auch das Vergabegesetz bleibe eine Herausforderung.

Wie Betriebe in diesem Umfeld strategisch bestehen können, zeigte Andreas Mair, Büroleiter Unternehmensentwicklung im lvh. Ziel sei es, Betriebe heute erfolgreich und morgen vorbereitet zu sehen – durch Innovation, Effizienz, Qualifikation und einer ganzheitlichen Beratung.

Zum Abschluss stellte Günther Platter die drei lvh-Gruppen Junghandwerker/innen im lvh, Frauen im Handwerk und Generation Handwerk+ vor. Denn Zukunft entsteht nicht zufällig. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – für ihren Betrieb und für ihre Region.

Im Bild (von links): Günther Platter, Roselinde Gunsch, Annia Malloth, Fritz Oskar Wielander und Stefan Sagmeister - ©lvh.apa

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