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Warentransport

Neue paritätische Kommission für die Prüfung der Diskontinuität im Handwerk.

Datum
03.04.2026
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Die Sozialpartner im Transportwesen haben kürzlich im Haus der Sozialpartner des Handwerks ein bedeutendes Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht die Einrichtung der Paritätischen Landeskommission für den Warentransport (CPA PWS) in der Provinz Bozen vor.
Das Gremium ist im Kollektivvertrag für Logistik, Warentransport und Spedition (Bereich Handwerk) vorgesehen, hat seinen Sitz bei der Bilateralen Körperschaft für das Handwerk und fungiert als ständige Plattform für den Austausch zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen.

Der Warentransport ist eine tragende Säule für die Versorgung von Unternehmen und Bevölkerung. In Südtirol umfasst die Branche rund 800 Betriebe mit etwa 2.500 Beschäftigten. Mit der neuen Kommission schafft sich der Sektor klare, gemeinsame und überprüfbare Regeln für die Organisation der Arbeit – mit dem Ziel, Transparenz zu stärken, die Beschäftigten zu schützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen Betriebe zu sichern.

Die Kommission setzt sich aus drei Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber sowie drei Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist die Prüfung der sogenannten „Diskontinuität“ in der Arbeit der Fahrer.

Konkret bedeutet dies: Liegen die im Kollektivvertrag vorgesehenen Voraussetzungen vor, können Betriebe die Anwendung einer regulären Wochenarbeitszeit von bis zu 47 Stunden für ihre Fahrer beantragen. Die Kommission prüft den Antrag und erteilt – bei positivem Ergebnis – die Genehmigung zur Anwendung dieses Arbeitszeitmodells, stets im Einklang mit den vertraglichen Bestimmungen und den geltenden gesetzlichen Vorgaben.

„Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens wollen wir einen Beitrag zur Stabilität und Geschlossenheit einer Branche leisten, die seit Jahren starken Unsicherheiten und Schwankungen ausgesetzt ist“, erklären die unterzeichnenden Parteien.

„Diese sind vor allem auf einen europäischen Markt zurückzuführen, der derzeit keine einheitlichen Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen in den verschiedenen EU-Ländern gewährleistet. Aktuelle geopolitische Entwicklungen verschärfen diese Situation zusätzlich und können gravierende Auswirkungen auf den gesamten Sektor haben. Gerade deshalb sind klare Regeln, Rechtssicherheit und eine gemeinsame Verantwortung der Sozialpartner entscheidend, um Transparenz und Schutz für die Beschäftigten zu gewährleisten, den Betrieben Planungssicherheit zu geben und die Kontinuität wesentlicher Dienstleistungen für Wirtschaft und Gesellschaft sicherzustellen.“

Das Abkommen wurde vom Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) und CNA-FITA Alto Adige Südtirol gemeinsam mit den Gewerkschaften ASGB GTV, FIT SGBCISL und UILTRASPORTI unterzeichnet. Alle Organisationen sind in der paritätischen Kommission vertreten.

Im Bild (von links): Artan Mullaymeri (UILTRASPORTI), Felice Espro (CNA-FITA), Priska Degasperi (FIT SGBCISL), Mirko Siviero (CNA-FITA), Hans Joachim Dalsass (ASGB-GTV), Alexander Öhler (lvh.apa), Marco Nobile (lvh.apa

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