lvh.apa und Landesberufsschule für das Kunsthandwerk wollen Zusammenarbeit vertiefen
Wie die Ausbildung im Kunsthandwerk nachhaltig gestärkt und an die Anforderungen der Zukunft angepasst werden kann, stand im Mittelpunkt des „Treffpunkts Schule“ an der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk „La Prufesciunela“ in St. Ulrich. Vertreterinnen und Vertreter des lvh.apa Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister trafen sich dazu mit der Schulleitung sowie den Fachbereichsleiterinnen und Fachbereichsleitern der Schule.
Die Landesberufsschule gilt als wichtiger Ausbildungsstandort für das traditionelle Kunsthandwerk in Südtirol. Angeboten werden Ausbildungen in den Bereichen Fassmalerei, Dekorative Malerei und Holzbildhauerei sowie ein Spezialisierungslehrgang für Holzbildhauerinnen und Holzbildhauer. Im selben Gebäude ist zudem das Kunstgymnasium Cademia untergebracht, das einen besonderen Schwerpunkt auf die praktische Anwendung verschiedener Kunst- und Handwerkstechniken legt.
Schuldirektorin Maria Teresa Mussner stellte den Gästen die Schule und ihr Bildungsangebot vor. Im Anschluss betonte lvh-Direktor Walter Pöhl die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsstätten und Betrieben:
Im offenen Austausch wurden aktuelle Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert. Dabei standen insbesondere die Förderung des künstlerischen Handwerks, die Attraktivität der Berufsbilder sowie die Zukunft der Ausbildung im Fokus. Andreas Mair, Büroleiter für Unternehmensentwicklung im lvh.apa, fasste die besprochenen Schwerpunkte zusammen und erläuterte die nächsten Schritte der Zusammenarbeit.
Ein zentrales Anliegen der Gesprächsrunde war die stärkere Sichtbarkeit und Wertschätzung des Kunsthandwerks in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer praxisnahen Ausbildung hervorgehoben, die durch erfahrene Lehrkräfte und eine enge Verbindung zu den Betrieben gewährleistet werden soll. Ziel ist es, junge Menschen für die kreativen und handwerklichen Berufe zu begeistern und ihnen attraktive Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.
Heinrich Videsott, Landesdirektor der ladinischen Kindergärten und Schulen, unterstrich dabei die Bedeutung einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Ausbildung: „Es gilt Bewährtes mit neuen Ideen zu verbinden und so für die Zukunft innovativ zu bleiben und neue Wege zu gehen, die zu den Werten der Schule passen.“
Auch Filip Piccolruaz, Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im lvh.apa, verwies auf die besondere Bedeutung des Kunsthandwerks für das Grödnertal: „Die Handwerkskunst in Gröden hat eine lange Tradition. Damit sie lebendig bleibt, brauchen wir motivierte junge Menschen und eine praxisnahe Ausbildung.“
Am Treffen teilgenommen haben zudem Stephan Anvidalfarei, Sprecher der Verzierungsbildhauer/innen im lvh.apa, sowie Sigmund Holzknecht, Obmann der Fassmaler/innen und Vergolder/innen im lvh.apa, die Lehrpersonen und Mitglieder des Direktionsteams Ingrid Demetz und Grete Piccolruaz, Andreas Tomasini (Praxislehrer für Schnitzen), Sara Stuflesser und Maria Haselrieder aus dem Kunstgymnasium sowie Andreas Tomasini, Ester Demetz, Büroleiterin der Abteilung Bezirke und Berufe im lvh.apa und Tanja Anderle, lvh-Mitarbeiterin der Berufsbildung. Gemeinsam waren sich die Teilnehmenden einig, den begonnenen Dialog fortzuführen und die Zusammenarbeit zwischen Schule, Handwerk und Verband weiter auszubauen, um die Zukunft des Südtiroler Kunsthandwerks langfristig zu sichern.
Im Bild: (Vorne von links) Grete Piccolruaz, Sara Stuflesser, Ingrid Demetz, Maria Haselrieder
(Hinten von links) Tanja Enderle, Heinrich Videsott Landesdirektor ladinische Kindergärten und Schulen, Andreas Mair, Direktorin Maria Teresa Mussner, Andreas Tomasini, Ester Demetz, Direktor Walter Pöhl, Filip Piccolruaz, Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk, Stephan Anvidalfarei Sprecher Verzierungsbildhauer/innen im lvh, Sigmund Holzknecht Obmann Fassmaler/innen und Vergolder/innen im lvh
©lvh.apa
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