Kälte- und Klimatechnik im Wandel: Branche zieht Bilanz und blickt nach vorn
Bei der Jahresversammlung der Kälte- und Klimatechniker/innen im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) stand eines klar im Mittelpunkt: Eine Branche im Umbruch braucht Orientierung, Fachwissen und einen starken gemeinsamen Rahmen.
Zahlreiche Betriebe nutzten die Jahresversammlung der Kälte- und Klimatechniker/innen im lvh, um Bilanz zu ziehen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.
Die Kälte- und Klimatechnik zählt zu jenen Gewerken, die besonders stark von technischen Innovationen und regulatorischen Veränderungen betroffen sind. Energieeffizienz, Klimaschutz und neue gesetzliche Vorgaben prägen den Arbeitsalltag zunehmend – und stellen hohe Anforderungen an Betriebe und Fachkräfte.
Neue F-Gas-Regelung bringt Klarheit – und Handlungsbedarf
Ein zentrales Thema der Versammlung war die neue EU-F-Gas-Verordnung (EU 2024/573), die schrittweise strengere Vorgaben für den Einsatz fluorierter Kältemittel vorsieht. Die Änderungen betreffen nicht nur neue Anlagen, sondern auch Wartung, Dokumentation und Qualifikation der Fachkräfte. Damit wird deutlich: Technisches Know-how allein reicht nicht mehr aus, auch rechtliche Sicherheit wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
„Die neuen Regelungen zeigen, wie wichtig laufende Weiterbildung und ein enger Austausch innerhalb der Branche sind“, betonte Heidi Röhler, Obfrau der Kälte- und Klimatechniker/innen im lvh.
Ausbildung und Qualifikation als Schlüsselthema
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Weiterbildung. Die Versammlung machte deutlich, dass qualifizierte Fachkräfte das Fundament der Branche bleiben – gerade in einem Umfeld, das sich technisch und rechtlich laufend weiterentwickelt. Schulungen, Informationsveranstaltungen und praxisnahe Weiterbildung werden deshalb auch künftig eine zentrale Rolle innerhalb der Berufsgemeinschaft spielen.
Der lvh unterstützt die Betriebe dabei, den Überblick zu behalten und neue Anforderungen rechtzeitig in die Praxis zu übersetzen. Ziel ist es, Planungssicherheit zu schaffen und gleichzeitig die Qualität der Arbeit langfristig zu sichern.
Zukunftsbranche mit Verantwortung
Die Kälte- und Klimatechnik ist längst mehr als ein klassisches Installationsgewerk. Sie ist ein zentraler Baustein der Energiewende, der Gebäudetechnik und des Klimaschutzes. Effiziente Kühl- und Klimasysteme tragen maßgeblich dazu bei, Energie zu sparen und Emissionen zu reduzieren – vorausgesetzt, sie werden fachgerecht geplant, installiert und gewartet.
„Unsere Branche übernimmt Verantwortung – für Kunden, für Umwelt und für die Zukunft des Standorts Südtirol“, unterstrich Röhler. „Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir als Berufsgemeinschaft geschlossen auftreten und die Betriebe aktiv begleiten.“
Mit der Jahresversammlung wurde deutlich: Die Kälte- und Klimatechniker/innen im lvh stellen sich den Herausforderungen der kommenden Jahre selbstbewusst und gut vorbereitet – mit Fachkompetenz, Engagement und einem klaren Blick für die Zukunft des Handwerks.
Im Bild: Heidi Röhler während ihrer Ansprache bei der Jahresversammlung – Foto © lvh.apa
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