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Einfach machen: Julia Pföstl findet ihren Platz in der Kältetechnik

Eine Stellenanzeige, ein spontaner Entschluss – und jetzt die bestandene Gesellenprüfung: Julia Pföstl hat sich für einen technischen Handwerksberuf entschieden, in dem Frauen bislang noch selten sind. Was sie an der Kältetechnik begeistert – und warum sie anderen jungen Frauen rät, es einfach auszuprobieren.

Datum
08.10.2026
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Julia Pföstl wusste schon länger, was sie wollte: etwas Handwerkliches, etwas Praktisches. Da sie bereits zuvor in einem handwerklichen Beruf gearbeitet hatte, wollte sie diesen Weg weitergehen. Welche Richtung es werden sollte, ergab sich eher zufällig.

Im Internet stieß sie auf eine Stellenanzeige von Frigotherm Ferrari. Ihre Reaktion? „Let’s give it a try!“ Inzwischen hat Pföstl ihre Gesellenprüfung als Kälte- und Klimatechnikerin bestanden und ist als Gesellin im Unternehmen tätig.

Dass sie damit einen vielseitigen Beruf gefunden hat, zeigt schon das Aufgabenspektrum: Kälte- und Klimatechniker/innen planen, montieren und warten Anlagen. Elektrotechnik, Mess- und Regeltechnik sowie Wärmelehre gehören ebenso dazu wie Löten, Schweißen und logisches Denken. Genau diese Verbindung aus Technik und praktischer Arbeit passt zu Pföstl.

Große Anlagen, große Begeisterung

Besonders gerne ist die junge Gesellin auf Montage. „Ich mag besonders die großen Projekte. Es macht einfach Spaß, riesige Anlagen von Grund auf mit aufzubauen“, erzählt sie. Unterwegs sein, selbstständig arbeiten und technische Herausforderungen lösen – genau diese Mischung begeistert sie.

Bei Frigotherm Ferrari hat man ihre Entwicklung während der Ausbildung aus nächster Nähe miterlebt. Besonders geschätzt werden ihre Neugier, ihr Mut und ihre Gelassenheit im Umgang mit neuen Herausforderungen.

Dass bei einem Serviceeinsatz eine Kältetechnikerin vor der Tür steht, sorgt bei manchen Kunden noch immer für einen überraschten Blick. Auf Baustellen und im technischen Service sind schließlich nach wie vor überwiegend Männer anzutreffen. Bei vielen Kunden hat sich Pföstl längst einen Namen gemacht. Manche freuen sich mittlerweile ganz bewusst, wenn Julia für einen Einsatz eingeteilt ist.

Auch ihre offene, humorvolle und unkomplizierte Art kommt bei den Kunden gut an. Für Frigotherm Ferrari zeigt Pföstls Beispiel damit vor allem eines: Am Ende ist nicht entscheidend, wer vor der Tür steht, sondern wie professionell und zuverlässig die Arbeit erledigt wird.

Sichtbarkeit macht den Unterschied

Damit Wege wie jener von Julia künftig selbstverständlicher werden, kommt es schon bei der Berufsorientierung auf Offenheit an. Mädchen sollten erleben, dass technische Berufe für sie genauso offenstehen wie für Burschen. Schnuppertage, Praktika und Lehrstellen geben dabei konkrete Einblicke – ebenso wichtig sind Vorbilder aus der Praxis.

Frauen wie Pföstl machen solche Berufswege sichtbar – und können anderen jungen Frauen zeigen, welche Möglichkeiten das technische Handwerk bietet.

„Lass dir von niemandem einreden, dass du das nicht kannst“

Pföstls Rat an junge Frauen ist unkompliziert und direkt: „Mach dir nicht zu viele Gedanken und probier es einfach aus. Wenn du gerne praktisch arbeitest und Lösungen suchst, bringt man dir den Rest in der Ausbildung bei. Lass dir von niemandem einreden, dass du das nicht kannst.“

Das Handwerk verändert sich gerade stark, sagt Pföstl. Viele Teams freuen sich über junge Frauen, die Lust haben, mit anzupacken.

Julias Weg zeigt, was aus einem einfachen „Let’s give it a try!“ werden kann. Denn technische Berufe sollten für junge Frauen genau das sein: eine ganz normale Möglichkeit.

Im Bild: Julia Pfoestl - Foto: ©Heidi Röhler

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