Die UNIKA-Kunstmesse 2026 präsentiert sich in einem neuen Rahmen: Sie ist Teil des art festiVal Gardena „Enes dl’ert“
Ein ganzes Tal bündelt seine kreativen Kräfte: Vom 7. bis 20. September finden die ersten Grödner Kunstwochen statt, eine gemeinsame Initiative der Künstlervereinigungen und Kulturorganisationen im Grödental. In diesen inspirierenden Rahmen ist auch die heurige UNIKA Kunstmesse vom 10. bis 13. September im Tenniscenter von St. Ulrich/Runggaditsch integriert.
Als Idee waren sie schon länger präsent: eigene Grödner Kunstwochen. Jetzt feiern sie Premiere – und gleich mit einem fulminanten Programm vom 7. bis 20. September.
Es war UNIKA-Präsident Matthias Kostner, der im Frühjahr die Initiative ergriff. „Es wurde schon länger nach Möglichkeiten gesucht, die Kunst und das Kunsthandwerk des Tales aufzuwerten, unserer Kreativität mehr Sichtbarkeit zu geben“, erzählt er. „Auch Kunstwochen schwirrten als Idee herum. Deshalb habe ich heuer einfach einmal die verschiedenen Vereine und Organisationen zusammengerufen.“ Und schon kam das art festiVal Gardena „Enes dl’ert“ ins Rollen! Dachte man am Anfang noch darüber nach, 2027 zu starten, stand bald ein spannendes Programm für heuer. Für ihn der beste Beweis, dass man durch Zusammenarbeit viel erreichen und schaffen kann – auch eine spannende Bühne für die kreative Vielfalt des Tales!
Zwei Wochen art festiVal Gardena „Enes dl’ert”
Die bunte Angebotspalette reicht von offenen Werkstätten und Führungen durch Museen und Ausstellungen über Vernissagen in den verschiedenen Galerien bis zu Diskussionsabenden und der Möglichkeit, selbst das Schnitzen zu probieren. Dabei gibt es Angebote für Anfänger, Fortgeschrittene und Erlebnisse für die ganze Familie.
Das abwechslungsreiche Programm ist ein Spiegel der Kreativität im Tal und der 400-jährigen Tradition der Holzschnitzkunst. Dieses Potential möchten alle gemeinsam sichtbar machen. „Gröden hat noch viel mehr zu bieten als Berge, Sport und Instagram-Hotspots,” ist etwa die Galeristin Valentine Kostner überzeugt. „Mit diesem einzigartigen Background könnten wir auch eine Kulturdestination sein.“ Sie hat sofort eine Ausstellung in ihrer „Vijion Art Galerie“ für die Kunstwochen organisiert.
Auch Aron Demetz, selbst ein renommierter Künstler und Präsident von „La Vëta“, stellte sofort ein eigenes Programm auf die Beine. An den Abenden vermittelt Peter Kostner, wie Heiligenfiguren früher in Gröden geschnitzt wurden, während sich samstags „Opa und Enkelkinder in der Werkstatt treffen, also die ganze Familie, und spielerisch die Holzschnitzkunst entdecken können“, erzählt er. „Dazu läuft eine Ausstellung von zwei bereits verstorbenen Künstlern, die die Entwicklung der Grödner Holzbildhauerei maßgeblich mitgeprägt haben.“ Für ihn ist es äußerst wichtig, „Einheimischen und Gästen die Tür zur Kunst zu öffnen.“
Vier Tage Kunst und Kreativität in der UNIKA-Messe
Die bereits traditionelle Kunstmesse im Tenniscenter von St. Ulrich/Runggaditsch erlebt heuer ihre 32. Auflage. Den Auftakt dieser inspirierenden Veranstaltung bildet die Vernissage am 9. September mit Beginn um 19 Uhr.
Von Donnerstag,10. bis Sonntag, 13. September präsentieren dann 29 Mitglieder der Künstlergruppe ihre neuesten Werke – generations- und stilübergreifend. Ältester Aussteller ist der Maler Viktor Senoner, der mit seinem neoimpressionistischen Stil die Kraft der Natur zum Ausdruck bringt, leuchtend und hoffnungsvoll. Damian Piazza dagegen ist mit 21 Jahren das jüngste UNIKA-Mitglied und wurde sozusagen in die Künstlervereinigung hineingeboren: Sein Vater Ivo ist Gründungsmitglied und er half schon als Kind bei der Messe mit.
Zum ersten Mal bei der Kunstmesse dabei ist dagegen der Quereinsteiger Marko Kostner. Der aus Osttirol stammende Künstler ist eigentlich gelernter Hydrauliker und gelangte mit Mitte 20 zur Schnitzkunst. Diese faszinierte ihn derartig, dass er die Grödner Berufsschule besuchte, bei verschiedenen Meistern lernte, mehrere Jahre für eine Firma schnitzte und inzwischen sogar eine eigene Werkstatt hat. Dort versucht er seine eigene Formensprache zu entwickeln, die er nun erstmals auch im Rahmen der UNIKA vorstellen kann.
Die Künstler hinter Plakat und Katalog-Cover
Das Titelbild des Ausstellungs-Katalogs stammt heuer von einem Kunstmaler, von Christian Stl Holzknecht. Er freut sich natürlich „darüber. Auch weil es ein besonderes Werk ist, an dem ich immer wieder gearbeitet habe. Erst nach zwei Jahren war ich damit zufrieden.“ Es ist ein Porträt des jung verstorbenen Künstlers Jean-Michel Basquiat, der ihn schon bei seinem Kunststudium in Florenz faszinierte – als Künstler mit seiner fulminanten Karriere, als attraktive Person, aber auch als tragische Figur, die an einer Überdosis mit 28 Jahren starb.
Vom Plakat dagegen leuchtet eine Figur des Fassaner Künstlers Matthias Sieff, eine archaisch anmutende Frauenfigur in strahlendem Rot. Sie verkörpert seine individuelle Interpretation der menschlichen Anatomie: eine starke, essenzielle Form mit überdimensionierten Füßen – fest im Boden verankert und extrem präsent.
„UNIKAs Long Night“
Natürlich darf auch die beliebte „Lange Nacht“ nicht fehlen, heuer kommt sie gleich im Doppelpack: Es werden zwei spezielle Abende unter dem Motto „pramëisa“ von Carolina Moroder (also „bei Tisch“ mit Carolina Moroder) stattfinden. Die junge Kochkünstlerin verbindet bei diesen Events Kunst und Küche zu einem besonderen Erlebnis für alle Sinne. Beim Dinner in der Kunstmesse serviert sie jeweils 40 Gästen ein exklusives 4-Gänge-Menu mit Weinbegleitung von der Kellerei Kettmeir – kreativ und außergewöhnlich.
Die Quereinsteigerin ging nach ihrem Abschluss des Kunstgymnasiums ins Baskenland, um ihrer Leidenschaft für die Patisserie nachzugehen. Danach vertiefte sie in renommierten französischen Restaurants – darunter das Sternelokal „Table Bruno Verjus“ – ihr kulinarisches Können. Heute lebt sie zwischen den Dolomiten und Paris … und verwöhnt an zwei Messe-Abenden 80 kunstsinnige Feinschmecker.
„Auch wenn die Zahl der Kunsthandwerker in Gröden abnimmt, geht UNIKA engagiert weiter. Immer wieder entsteht Neues aus der Verbindung von Tradition und Zukunft.“
Die 29 Aussteller:innen der 32. Ausgabe
Bauer Andreas, Caterisano Veronica, Christian Stl, Dejori Werner, Delazer Thomas, Demetz Helene, Demetz Lorenz, Demetz Georg Pilat, Egon Digon, Kostner Matthias, Kostner Matthaeus, Kostner Marko, Kreuzer Rupert Elias, Lardschneider Ivan, Moroder Gerald, Oberbacher Simon, Obkircher Patrick, Pancheri Walter, Perathoner Samuel, Perathoner Roland, Perathoner Stefan, Piazza Ivo, Piazza Damian, Rossetto Paolo, Runggaldier Alfons, Runggaldier Günther, Senoner Viktor, Sieff Matthias, Zuckermann Chelita
10. bis 13. September 2026, 10.00–19.00 Uhr Eintritt 12,00 € (frei unter 18 Jahren)
Vernissage 9. September 2026 – ab 19.00 Uhr
UNIKA’s Long Night Exklusive Dinner-Events für jeweils 40 Personen: Donnerstag, 10. September 2026, Beginn 20.00 Uhr Eintritt mit 4-Gänge-Menü und Weinbegleitung 100,00 € Eine Reservierung online ist erforderlich
Tickets erhältlich unter: oder direkt bei der Kunstmesse
Tennis Center Runggaditsch Arnariastr. 3, 39046 St. Ulrich Die Kunstmesse ist auch mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar (Haltestelle Runggaditsch): ab Bozen mit Bus-Linie 350, ab Klausen und Brixen mit den Bus-Linien 351, 354 und 360. |
|---|
Quelle und Fotos: UNIKA/matthaeusKOSTNER
1) In der Galerie „StallArt“ in St. Ulrich wurde die UNIKA-Kunstmesse 2026 vorgestellt. Sie ist heuer Teil des ersten art festiVal Gardena „Enes dl’ert“. (v.l.: Moderatorin Judith Egger-Karlegger, UNIKA-Präsident Matthias Kostner, Filip Piccolruaz, Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im lvh.apa, Marko Kostner und Christian Stl Holzknecht, UNIKA-Mitglieder)
2) Mit der UNIKA-Kunstmesse 2026 wurde auch das erste art festiVal Gardena „Enes dl’ert“ präsentiert. Im Bild (v.l.): Aron Demetz (Präsident von „La Veta“), Künstler und Hausherr der Galerie „StallArt“ Christian Stl Holzknecht, UNIKA-Präsident Matthias Kostner, Galeristin Valentine Kostner, UNIKA-Miglied Marko Kostner und Filip Piccolruaz (Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im lvh.apa)
3) Auch Landesrat Daniel Alfreider nahm am Künstler- und Pressegespräch in der Galerie „StallArt“ teil. Im Bild mit Filip Piccolruaz (Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im lvh.apa, links) und UNIKA-Präsident Matthias Kostner.
Keine Sorge: Kontaktieren Sie uns einfach.
Wir sind gerne für Sie da!






