Dachverband und Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister planen gemeinsame Projekte
Kürzlich trafen sich die Spitzen des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz und des Wirtschaftsverbandes fürs Handwerk lvh.apa um gemeinsame Projekte anzudenken, aber auch um über die unterschiedlichen Positionen zum Thema Bettenstopp zu sprechen.
Schon seit über zwei Jahen verfolgt der Dachverband gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz sowie dem Naturtreff Eisvogel das Thema „Vogelfreundliches Bauen mit Glas“. Um diese für den Vogelschutz wichtige Initiative weiterzubringen, waren viele Gespräche mit Betroffenen notwendig, so gab es auch Treffen mit Vertretern des Südtiroler Handwerks. Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister nahm das Thema sogleich auf und informierte über die eigene Verbandszeitung die Mitgliedsbetriebe. Für diese tatkräftige Unterstützung bedankten sich die Vorsitzende Elisabeth Ladinser und Geschäftsführer Hanspeter Staffler bei lvh-Präsident Martin Haller und Direktor Walter Pöhl.
Zudem ist für das kommende Jahr eine gemeinsame Sensibilisierungskampagne zur Lichtverschmutzung im privaten Umfeld geplant. Für den öffentlichen Raum gibt es zur Einschränkung der Lichtverschmutzung bereits klare Richtlinien der Südtiroler Landesregierung. Viele Gemeinden haben sich auf den Weg gemacht und ihre Straßenbeleuchtung auf energiesparende Systeme umgestellt. Auch der Handel geht seitdem sparsamer mit der Schaufensterbeleuchtung um.
Was aber für den öffentlichen Raum gilt, sollte auch für Privatgrundstücke gelten, denn es geht neben Energieeinsparung auch um die Gesundheit von Mensch und Tier, die bei Nacht unter dem hohen Lichtangebot leiden. Menschen klagen oft über Schlaflosigkeit und für nachtaktive Tiere bedeutet starkes und durchgehendes Streulicht erheblichen Stress.
Beide Verbände sind sich einig, dass im privaten Bereich keine zusätzliche gesetzliche Regelung gegen Lichtverschmutzung angestrebt wird. Vielmehr soll der Fokus auf Information und Sensibilisierung liegen. Eine mögliche Lösung könnte eine gemeinsame Sensibilisierungskampagne mit der Berufsgemeinschaft der Elektrotechniker/innen im lvh sein. Gerade Elektrobetriebe stehen häufig in direktem Kontakt mit der Kundschaft und können bereits in der Planungsphase wertvolle Beratung leisten – etwa zu einer energieeffizienten, naturverträglichen und bedarfsgerechten Außenbeleuchtung. Gemeinsam soll daher eine kurze und prägnante Kampagne entwickelt werden, die die Bevölkerung darüber informiert, wie Lichtverschmutzung mit einfachen Maßnahmen vermieden oder deutlich reduziert werden kann.
Quelle und Foto: Dachverband für Natur- und Umweltschutz EO
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