Meisterbrief auf Augenhöhe mit Bachelor

lvh-Präsident Gert Lanz begrüßt die Bemühungen der Südtiroler Landesregierung, den Meisterbrief des Landes Südtirol dem Niveau 6 des italienischen Qualifikationsrahmens (NQR) und damit des Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) zuordnen zu lassen. Damit wird die Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der akademischen und beruflichen Ausbildung immer mehr Realität.

Einen weiteren Meilenstein hat die Südtiroler Landesregierung heute im Sinne der Aufwertung und Stärkung für das duale Bildungsmodell gelegt. Zukünftig soll der Südtiroler Meisterbrief im italienischen und dann europaweiten System der Qualifikationen eingeordnet sein. „Dies bedeutet einen enormen Imagegewinn für den Meistertitel und die gesamte Lehre. Viele Jahre haben wir uns für eine korrekte und gleichwertige Zuordnung der Meisterausbildung eingesetzt. Mit dem heutigen Beschluss hat die Landesregierung ein sichtbares Zeichen gesetzt“, unterstreicht Lanz. Gelungen sei dies vor allem dank des konstanten Einsatzes von Landesrat Philipp Achammer. Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz bezeichnete er sämtliche Bildungswege – akademisch als auch beruflich - als Ausbildungen erster Kategorie. „Jetzt muss es uns noch gelingen, veraltete Meinungen über eine praktische Ausbildung aus den Köpfen der Menschen zu beseitigen. Dann stehen der Jugend, Gesellschaft und Wirtschaft effektiv alle Türen offen“, so Lanz.

Kein Abschluss ohne Anschluss

Auch der Südtiroler Meisterbund hat die Entscheidung der Landesregierung mit großer Genugtuung aufgenommen. Eines der primären Ziele seit seiner Gründung ist die Aufwertung der Meisterausbildung. „Mit dem heutigen Beschluss wurde das Fundament für noch mehr Transparenz und Gleichwertigkeit gelegt. Die Einstufung auf Niveau 6 dient auch als Leistungsnachweis. Wer zum Beispiel für einige Zeit in Deutschland arbeiten will, kann einfach sagen ‚ich bin auf Stufe 6‘ statt ein Zertifikat vorzulegen, das in Deutschland erst einmal geprüft und mit den eigenen Abschlüssen vergleicht werden müsste“, betont Obermeister Martin Haller.
Aufgewertet wird die Meisterausbildung auch durch die Meisterschule, welche zukünftig im NOI Technologiepark untergebracht sein wird.

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