Mangelnde Kooperation zwischen Wirtschaft und Gemeinde

Kaltern: Kritik an der fehlenden Zusammenarbeit und Einbindung in lokale Entscheidungen von Seiten der Gemeinde üben bereits seit längerem die Wirtschaftstreibenden des Ortes.

Morandell-Elmar---OO-Kaltern„Wie sollen zukünftig Arbeitsplätze und die Nahversorgung in unserer Gemeinde gesichert werden, wenn öffentliche Ausschreibungen meist an auswärtige Unternehmen vergeben werden", beklagt Elmar Morandell, Ortsobmann der Handwerker und Mitglied des Wirtschaftsausschusses in Kaltern. Dabei seien der Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze und die Stärkung der Nahversorgung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unbedingt erforderlich. „Trotz mehreren Aussprachen mit der Gemeinde hat sich die Situation nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Als Beispiel möchte ich die Vergabe der Sanierungsarbeiten im Friedhof von Kaltern nennen, welche vor kurzem für 18.267,52 € an eine Baufirma aus Bozen vergeben wurde, mit dessen Arbeiten man allerdings schon in Vergangenheit unzufrieden war. Für diese Arbeiten hätte man sehr wohl die einzuladenden Firmen frei wählen können", so Morandell.
Ein weiteres Beispiel stelle die Vergabe der Müllabfuhrdienste und des Recyclinghofes dar. Die Ausrede, die Beamten würden der Politik keinen Spielraum geben, lassen die Handwerker nicht gelten, vor allem sofern es in Südtirol Gemeinden gibt, wo die Vergabe auf andere Art funktioniert. „Die Wirtschaftstreibenden fühlen sich vielfach als Melkkuh und nicht als Partner und wichtige Wirtschaftssäule der Gemeinde, die für einen Großteil der Beschäftigung und Ausbildung im Ort sorgen", betont Morandell. Der Ortsausschuss der Handwerker wünscht sich zukünftig eine bessere Zusammenarbeit und mehr Mitspracherecht.

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