Grüner Pass

 

Nachteil für Südtirols Kleinbetriebe
Am 15. Oktober 2021 soll in ganz Italien die Green Pass Pflicht für Arbeitnehmer eingeführt werden. Im lvh blickt man dieser neuen Regel mit Besorgnis entgegen.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte es bereits vor geraumer Zeit angekündigt. In weniger als einem Monat soll die Verpflichtung zum grünen Pass nun sowohl für den öffentlichen als auch den privaten Sektor in Kraft treten. Das Ziel: Arbeitsplätze sicherer zu machen und die Impfkampagne zu stärken.

„Das Handwerk steht hinter dem Vorhaben, einen weiteren Lockdown zu verhindern. Wir geben allerdings auch zu bedenken, dass die 3G-Pflicht gerade Kleinbetriebe und dessen Produktionstätigkeit in Schwierigkeiten bringen kann. Über 90 Prozent der Südtiroler Handwerksunternehmen sind klein strukturierte Unternehmen mit durchschnittlich 3,3 Mitarbeitern. Jeder kann sich ausrechnen, was passiert wenn ein oder gar zwei Arbeiter ausfallen“, unterstreicht lvh-Präsident Martin Haller. Größere Unternehmensstrukturen könnten einzelne Ausfälle wahrscheinlich besser verkraften oder überbrücken.

Eine Übergangslösung könnte laut Wirtschaftsverband ein kostenloses Testangebot für die Arbeitnehmer sein. Dies würde etwas Druck aus der Situation nehmen und ein Alternativangebot ermöglichen. „Ansonsten liegt die gesamt Verpflichtungslast auf den Schultern des Betriebsinhabers, der den Ausfall oder die Suspendierung seiner Mitarbeiter nicht stemmen kann. Die Konsequenz daraus wären Produktivitätsverluste und wirtschaftliche Schäden“, gibt der lvh-Chef zu bedenken. 

Im Bild: lvh-Präsident Martin Haller

 

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