Frauen in technischen Berufen stärken

 

Bei der Jahresversammlung der Elektrotechniker, die Anfang September stattgefunden hat, haben die Verantwortlichen auf das herausfordernde Jahr 2020 zurückgeblickt und eine Vorschau auf die kommenden Aufgaben und Ziele gegeben. Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen in technischen Berufen“.

 

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Die erste langersehnte Jahresversammlung in Präsenz der Elektrotechniker im lvh Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister ließ keine Punkte offen. Ziel der Veranstaltung war es, das krisenreiche Jahr 2020 Revue passieren zu lassen und den Mitgliedern eine Vorschau zu geben, was in Zukunft auf dem Programm steht. Eingegangen wurde besonders auf die Zusammenarbeit der Elektrotechniker mit den Landesberufsschulen Bozen, Brixen und Bruneck und mit dem Kollegium Periti Industriali Bozen. Die Ausbildung der jungen Handwerker liegt der Berufsgemeinschaft besonders am Herzen, weshalb auch in Zukunft viel Arbeit in diesen Bereich investiert wird. Der Obmann der lvh-Elektrotechniker Herbert Kasal betonte: „Es ist wichtig, Jugendlichen weiterhin verstärkt unseren tollen und abwechslungsreichen Beruf, der zudem mit Aufstiegsmöglichkeiten punktet, näher zu bringen.“ Im Zuge der bevorstehenden EuroSkills wurde noch einmal auf das Abschneiden der Elektrotechniker bei Landesmeisterschaften für die WorldSkills im vergangenen Jahr zurückgeblickt.

Im Fokus dieser Versammlung stand allerdings im Speziellen die Imagekampagne „Frauen mit Spannung“, die sich mit der Unterstützung von Frauen im Bereich Elektrotechnik auseinandersetzt. Passend dazu wurde eine Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen in technischen Berufen“ organisiert, bei der fünf Frauen ihre persönliche Meinung und Erfahrungen kundtun durften. Eingeladen waren die Gleichstellungsrätin Michela Morandini, die Landesobfrau der Frauen Petra Holzer, die offizielle Delegierte der EuroSkills Jasmin Fischnaller, Elektrotechnikerin Johanna Hillebrand und Jessika Pernthaler von der Selectra AG. Hillebrand hat von ihrer persönlichen Erfahrung gesprochen: „Am Anfang war es für mich nicht immer leicht als Elektrotechnikerin, da mir gegenüber von außen oft wenig Respekt gezeigt wurde. Häufig erfahren Frauen in diesen Berufen eine sehr geringe Wertschätzung. Das muss sich ändern.“ Gemeinsam soll auch in Zukunft mehr Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass auch Frauen in technischen Berufen gebraucht werden und dieselben Leistungen erbringen können, wie ihre männlichen Kollegen.    

Im Bild (von links): Gleichstellungsrätin Michela Morandini, Petra Holzer, Landesobfrau der Frauen im lvh, die offizielle Delegierte der EuroSkills Jasmin Fischnaller, Elektrotechnikerin Johanna Hillebrand, Jessika Pernthaler von der Selectra AG, und lvh-Berufsgruppenbetreuer Walter Soligo.  

 

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