Digitalisierung: Der Mensch im Mittelpunkt

„Digiloges Handwerk – Mensch und Maschine als starkes Team“ lautete der Titel eines Webinars, welches der lvh kürzlich organisiert hat. Dabei wurden konkrete Beispiele dafür aufgezeigt, welche Chancen Handwerksbetriebe im Zusammenspiel zwischen Analogem und Digitalem bereits haben und in Zukunft noch haben werden.

Mensch und Maschine, ein starkes Team (Foto: shutterstock)Mensch und Maschine, ein starkes Team (Foto: shutterstock)Die Digitalisierung wird das Qualitätshandwerk von Menschen für Menschen fördern. Davon sind der lvh.apa, das Zukunftsinstitut und rcm solutions überzeugt. Um den Südtiroler Betrieben die Chancen der digitalen Entwicklung aufzuzeigen, haben sie ein sogenanntes Logbuch erarbeitet, in dem die Potentiale für das Handwerk erläutert werden. Vor Kurzem fand ein Webinar dazu statt, in dem die Resultate des Projekts vorgestellt wurden.

„Handwerksbetriebe haben die Chance, zu Pionieren einer neuen Ära zu werden. Die zentrale Herausforderung besteht darin, Analoges geschickt mit Digitalem zu verbinden. Ziel ist es, den Alltag und das Berufsleben zu vereinfachen und Synergien zwischen diesen zwei Welten zu schaffen“, ist lvh-Präsident Martin Haller überzeugt.

Handwerkliche Leistungen und das Schaffen von individuellen Produkten und Diensten werden auch in Zukunft das Herzstück der Handwerksarbeit darstellen. Warum? „Weil Produkte und Dienstleistungen des Handwerks im Kern nicht digitalisierbar sind“, erläuterte Christiane Varga vom Zukunftsinstitut. Dennoch sollte es ein kluges Zusammenspiel zwischen der analogen und digitalen Welt geben. An Bedeutung gewinnen, werde in Zukunft noch stärker das Prinzip Netzwerk. Durch geschickte Vernetzung entstehen neue Formen der Arbeitsbeschaffung und der Kommunikation, welche wiederum die Basis für eine neue Art von sozialen Netzwerken bieten. Gerade im Verkauf werden Events- und Vermarktungsmodelle entstehen, die mit dem Erzählen von Geschichte oder dem Schaffen von Einkaufserlebnissen einhergehen. „Der Mensch wird dabei in den Mittelpunkt gestellt“, so Varga.

Fazit sei, dass Berufsbilder im Handwerk aufgrund der Digitalisierung nicht verschwinden, sondern neue Instrumente erhalten werden, um den Beruf voranzubringen. „Entsprechend haben wir den Begriff digilog geprägt, der ausdrücken soll, dass das Digitale nicht ohne das Analoge existieren kann“, bekräftigte auch Mathias Brugger von rcm solutions.

Die Studie „Digiloges Handwerk“ ist auf Anfrage im lvh erhältlich und soll für Südtirols Handwerksbetriebe ein Hilfsmittel im Digitalisierungsprozess darstellen. „Die Komponente Mensch wird niemals ersetzbar sein, erst recht nicht im Handwerk. Jeder Betrieb sollte sich aber sehr wohl darüber Gedanken machen, wo man digitale Werkzeuge effizient einsetzen kann“, so Haller.

 

Präsentation der Studie digiloges Handwerk

 

Bitte einloggen, um diesen Artikel kommentieren zu können.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.