Handwerk Leifers: „Müssen auf neuestem Stand bleiben!"

Bei der Jahreshauptversammlung der lvh-Ortsgruppe von Leifers bildeten vor allem die schwierigen Rahmenbedingungen, die in Südtiroler Handwerksbetriebe bewältigt werden müssen, den großen Schwerpunkt. Arbeitssicherheit, Bürokratie- und Steuerlast waren dabei die wichtigsten Schlagwörter. Hervorgehoben wurde aber auch die hohe Qualität des Südtiroler Handwerks.

Mayr-Heinrich---OO-Leifers

Nachdem Ortsobmann Heinrich Mayr die Sitzung eröffnet hatte, berichtete er über die Tätigkeiten der Ortsgruppe im abgelaufenen Jahr. Einer der Höhepunkte für 2014 wird wieder das große Grillfest beim Gasthaus Rechtebner sein, das jedes Jahr von den Leiferer Handwerkern organisiert wird.
Bezirksobmann Gerhard Resch berichtete über aktuelle Themen auf Verbandsebene. Dabei ging er vor allem auf die Arbeitssicherheit ein und informierte über das Kursangebot des lvh. „Es ist sehr wichtig, dass unsere Betriebe in diesem Bereich immer auf dem neusten Stand sind und sich stetig weiterbilden", so Resch.
„Die kleinen Betriebe sind sehr wichtig für die Wirtschaft!", betonte lvh-Vizedirektor Walter Pöhl und hob hervor, dass die Südtiroler Handwerker besonders für die hohe Qualität ihrer Dienstleistungen bekannt sind."
lvh-Mitarbeiter Lorenz Tinkhauser klärte über die Neuerungen im Steuer- und Arbeitsrecht auf. Positiv sei, dass die Steuerabsetzbeträge für bauliche Sanierungen für 2014 verlängert wurden. Negativ für Betriebe und Mitarbeiter bleibe, dass bis jetzt keine entscheidende Wende beim Bürokratieabbau und bei der Steuer- und Abgabenentlastung zu verzeichnen sei. Der „Jobs Act" von Ministerpräsident Matteo Renzi hat die rigiden arbeitsrechtlichen Bestimmungen etwas gelockert, dies soll zu mehr Neueinstellungen führen.
Ivan Bozzi, zu jenem Zeitpunkt noch lvh-Vizepräsident, gab Aufschluss über die Ziele und Schwerpunkte des Verbands in den kommenden Jahren und berichtete von bereits erreichten Erfolgen. Er bedauerte: „Leider sind die Voraussetzungen und Weiterbildungsmaßnahmen, die kleine Betriebe bewältigen müssen, unverhältnismäßig hoch, was die Schaffung neuer Arbeitsplätze behindert."
Bürgermeisterin Liliana di Fede thematisierte die öffentlichen Ausschreibungen und sagte: „Durch die zahlreichen gesetzlichen Regelungen ergeben sich auch für die Gemeinden oftmals sehr schwierige Rahmenbedingungen bei der öffentlichen Ausschreibung der Arbeiten."
In einer abschließenden Diskussionsrunde kam nochmals deutlich zur Sprache, dass die hohe Büro-, Steuer- und Abgabenlast, mit der die Südtiroler Betriebe zu kämpfen haben, unbedingt abgebaut werden muss. Man kam zum Schluss, dass nicht die Betriebe sich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen müssen, sondern umgekehrt.

Im Bild: Heinrich Mayr, lvh-Ortsobmann von Leifers

 

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