Erfolgreiches Jahr für Kalterer Handwerker

Dass den Kalterer Handwerkern besonders die Jugendarbeit am Herzen liegt, davon konnte man sich letzten Freitag bei der lvh-Ortsversammlung überzeugen. Neben der Ehrung der drei Medaillengewinner bei der Landesmeisterschaft der Berufe 2014, wurde auch Bilanz über den erfolgreichen Mittelschulbesuch gezogen. An der Tagesordnung standen auch die Themen auf Bezirks- und Verbandsebene sowie betriebsrechtliche und steuerliche Neuerungen für 2015.

Das bunt gemischte Publikum aus Kalterer Handwerkern (darunter auch viele Jung- und Althandwerker), den Verantwortlichen der Gemeinde und den lvh-Vertretern, füllte das Gasthaus „Zur Linde" bis zum letzten Platz aus. Rund 50 Personen waren der Einladung gefolgt, was Ortobmann Elmar Morandell sehr freute. Gemeinsam blickte man auf ein sehr aktives und erfolgreiches Jahr zurück. „Besonders in Erinnerung sind wir Handwerker bei den „Langen Donnerstagen" und dem Schulbesuch in der Mittelschule geblieben, wo wir unsere Betriebe und die praktischen Berufe vorstellen konnten", berichtete er. „Durch solche kaltern ov_800Aktionen können wir die Bevölkerung auf uns aufmerksam machen und unser Image stärken", so Morandell weiter. „Auch bei der Landesmeisterschaft der Berufe im Oktober 2014 waren die Kalterer Nachwuchshandwerker sehr erfolgreich!", freute sich der Obmann. Autolackierer Matteo Ferranti holte Gold, Elektrotechniker Lukas Depaoli und Floristin Katja Battisti verbuchten die Bronzemedaille auf sich. Im Rahmen der Ortsversammlung wurde ihnen zu ihrem Erfolg gratuliert und ein kleines Präsent überreicht.
Bezirksobmann Gehard Resch gab Aufschluss über die wichtigsten Themen auf Bezirks- und Verbandsebene und ging dabei auf das neue Vergabegesetz ein, das 2015 umgesetzt werden soll. „Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben muss der Zugang zu den öffentlichen Aufträgen erleichtert werden!", betonte Resch und verwies auf die dafür notwendige Aufteilung in Lose und Gewerke. Er thematisierte auch die Arbeitssicherheit und präsentierte einen Vergleich zwischen den Ländern Italien, Österreich und Bayern. „In Italien greift das Strafrecht bei jedem Verstoß gegen die Maßnahmen, in Österreich und Deutschland hingegen nur bei Körperverletzung oder Tod", erklärte Resch. „Zudem ist in unseren deutschen Nachbarländern das Prinzip „Beraten statt strafen" möglich und die Arbeitssicherheit ist fester Bestandteil in den Lehrplänen der Schulen", fasste er weiter zusammen. „Für die anstehenden Gemeinderatswahlen ist sehr wichtig, dass auch Vertreter des Handwerks in die Gemeindestuben gewählt werden", unterstrich Resch. „Wer mitentscheiden will, muss mitreden können", war sein Appell.

Masterplan Handwerk

lvh-Präsident Gert Lanz stellte den „Masterplan Handwerk" vor, der in den nächsten vier Jahren nach und nach umgesetzt werden soll. Vor allem Themen wie Fachkräftesicherung und Ausbildung, Vergabe-, Förder- und Wirtschaftspolitik, das Image des Handwerks, die Regionalentwicklung sowie Energie- und Ressourceneffizienz sind wichtige Inhalte des Plans.
Karl Forer vom lvh-Bezirksbüro Bozen informierte über die vielfältigen Neuerungen im Steuer- und Arbeitsrecht. Als positiv hob er hervor, dass der Staat die Verlängerung der Steuerabsetzungsmöglichkeiten bei Sanierungen beschlossen hat und 2015 für Betriebe und Privatpersonen leichte Steuererleichterungen bei IRAP, GIS und regionaler IRPEF zum Tragen kommen. Auch seien für die Betriebe finanzielle Anreize für die unbefristete Einstellung von Arbeitnehmern vorgesehen. Negativ sei die höhere Besteuerung der Rendite aus den Pensionsfonds, der Abfertigung und allgemein der Sparguthaben.

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