Textilhandwerk: "Qualität und Netzwerke wichtig"

Textilhandwerk: "Qualität und Netzwerke wichtig"

 Das Textilhandwerk ist in Südtirol mit Berufen wie Modemacher, Maßschneider, Schuhmacher, Kürschner und Textilreiniger gut vertreten. Vertreter der Branche, die insgesamt rund 270 Betriebe zählt, trafen sich am Samstag zur Jahresversammlung der LVH-Berufsgruppe Bekleidung in Bozen.

Berufsgruppenobmann Richard Vill zeichnete ein positives Bild des Sektors. "Die meisten Betriebe haben sich gut positioniert und sind erfolgreich in Nischen tätig", lobte Vill. Neben den klassischen Berufen hätten sich neue Berufe entwickelt, so z. B. Textilrestauratoren oder Kostümbildner, die immer mehr bei Filmproduktionen tätig sind.

Für die Zukunft rief Vill die anwesenden Betriebsinhaber dazu auf, noch mehr auf Qualität zu setzen und sich mehr zu vernetzen. "Wir müssen mehr untereinander kooperieren, aber auch die Zusammenarbeit mit dem Textilhandel und der Textilindustrie ausbauen", unterstrich der Obmann.

Mit dem "Textile Cocktail", einem regelmäßigen Treffen von Vertretern der Textilbranche, hat die Berufsgruppe im zurückliegenden Jahr eine Initiative zur stärkeren Vernetzung der Betriebe gestartet. Höhepunkte des abgelaufenen Tätigkeitsjahres waren außerdem die Teilnahme am internationalen Kongress der Maßschneider in Rom und die Beteiligung an der Landesmeisterschaft des Handwerks in Bozen.

Für dieses Jahr steht u. a. die Überarbeitung der Berufsbilder an. "Wir müssen die Ausbildung künftig breiter anlegen, weil Flexibilität gerade für Kleinbetriebe wichtig ist", erklärte Vill.

Premiere feierte auf der Versammlung der Film "Made in Südtirol - Heimische Modemacher" des Rai Sender Bozen. Der 30-minütige Film von Petra Tschenett und Jochen Unterhofer porträtiert Südtiroler Modedesigner und Schneider. Ausgestrahlt wird der Film am 11. April um 20.20 Uhr im Rai Sender Bozen.

LVH-Präsident Gert Lanz unterstrich in seiner Rede die Stärken der Handwerksbetriebe, darunter vor allem das Qualitätsbewusstsein, der bewusste Umgang mit Materialien und die gute Ausbildung der Mitarbeiter. "Wichtig ist außerdem noch, dass sich jeder Betrieb gut positioniert und sich überlegt, wofür er stehen will", riet Lanz.

 

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