Handwerker für "Kunst am Bau"

Handwerker für "Kunst am Bau"

 Bei einem Treffen mit dem Landesrat für öffentliche Bauten Florian Mussner hat sich der Landesverband der Handwerker (LVH) für die verstärkte Berücksichtigung der Kunsthandwerker bei den öffentlichen Bauten ausgesprochen.

Zu einem Treffen zwischen Vertretern des LVH und hohen Vertretern der Landesverwaltung ist es kürzlich gekommen. Bauten-Landesrat Florian Mussner, LVH-Präsident Gert Lanz, der Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im LVH, Norbert Insam, sowie Architekt Paolo Bellenzier vom Landesamt für Hochbau Ost diskutierten dabei über die Bedeutung von künstlerischen Werken bei öffentlichen Bauten.

Auch im Hinblick auf die Skulpturenmesse UNIKA, die Ende August wieder in Runggaditsch in Gröden stattfindet und beachtliches künstlerisches Potential zu bieten hat, waren sich die Gesprächspartner einig, dass es sinnvoll wäre, Kunsthandwerker vermehrt zu Projekten einzuladen.y "In den vergangenen Jahrzehnten ist der künstlerische Anspruch, den wir Kunsthandwerker haben, sehr stark gestiegen", betonte der Obmann der Kunsthandwerker im LVH, Norbert Insam.

Die italienische Gesetzgebung, besonders auch der so genannte "Codice de Lise", der die öffentliche Auftragsvergabe regelt, sieht vor, dass ein gewisser Anteil des Bauvolumens bei öffentlichen Bauten für Kunstobjekte am Bau reserviert werden kann und soll. "Die öffentlichen Auftraggeber sollten ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um auch öffentlichen Bauten eine ästhetische Note zu verleihen", so Insam. Laut LVH-Präsident Gert Lanz wäre dies eine Möglichkeit, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. "Die Gemeinde beauftragt Kunsthandwerker aus dem Umkreis mit der Schaffung eines Kunstwerkes am Bau", so Lanz, "auf diese Weise werden einerseits künstlerische und ästhetische Akzente gesetzt, andererseits können so auch lokale Wirtschaftskreisläufe unterstützt werden."

Landesrat Mussner regte die Handwerker an, sich einzubringen und sich an Wettbewerben für Kunstwerke am Bau rege zu beteiligen. Der LVH erklärte sich bereit, die Handwerker bei der Erledigung der Wettbewerbsmodalitäten zu unterstützen.

Als nächstes ist nun ein Treffen aller von der Thematik Betroffenen geplant. Norbert Insam: "Kunsthandwerker, Künstler, Bauunternehmer, Architekten, Ingenieure, sowie öffentliche Verwaltung sollen gemeinsam über Kunst am Bau sprechen und darüber beraten, wie zukünftig am besten mit der Thematik umgegangen werden soll."

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