Unika zeigt Einzigartiges

Unika zeigt Einzigartiges

 Die Skulpturenmesse vom 4.-6. September zeigt Bildhauerkunst auf höchstem Niveau. Jedes Jahr begeistern die Künstler, allesamt Grödner Abstammung, mit neuen und einzigartigen Werken, Unikaten eben. Sie sind so einzigartig wie auch der Zusammenschluss der 47 Bildhauer.


"In den deutschsprachigen Nachbarländern wie Schweiz, Österreich und Deutschland, hat unsere Vereinigung Vorbildcharakter. Weltweit gibt es keinen Zusammenschluss von Holzbildhauern und Malern, der mit einer Anzahl von 47 Mitgliedern dermaßen aktiv tätig ist und 15-20 Messen und Aktionen im In- und Ausland bedient", so Roland Perathoner, Präsident der UNIKA.

Einmal jährlich zeigt ein Teil der Künstler ihre Werke auch in Südtirol. Dieses Jahr sind es 29 Bildhauer und Maler, die vom 4.-6. September ihre Werke im Tennis Center in St.Ulrich, Runggaditsch, ausstellen. Dabei handelt es sich zum Großteil um Arbeiten aus Holz, aber auch Bronze, Stein, Eisen, Kupfer, Blei, Harz und kombinierte Materialien kommen zum Einsatz. Einigen Bildhauern kann live bei der Arbeit zugesehen werden.

Entwicklung: weniger traditionell-sakrale Motive

Die UNIKA und ihre Mitglieder haben seit der Gründung der Vereinigung vor 15 Jahren einige Entwicklungen vollzogen. Die traditionell-sakralen Motive, die 1994 noch einen Großteil der Kunstwerke ausmachten, sind stark zurückgegangen. Heute machen sie einen Anteil von ungefähr 10 Prozent aus. Die sakralen Elemente haben sich weiterentwickelt und werden durch moderne, zeitgenössische Ausdrucksweisen und Formen dargestellt. So haben beispielsweise zwei der UNIKA-Künstler eine sieben Meter breite Riesenkrippe in modernen Stil mit überlebensgroßen Figurengruppen geschaffen, bei der allein das Jesuskind an die traditionellen Formen erinnert, der Rest des Werkes auch in einem anderen Kontext eingegliedert werden könnte und die Figuren zu Beobachtern von Alltagsszenen werden.

Viele Werke sind an Elemente des täglichen Lebens angelehnt, ein Beispiel dafür geben die wohl bekanntesten, lebensgroßen Werke wie die FANS oder die BERGSTEIGER. Die Künstler haben dazu jedes Jahr neue Ideen und zeigen Kampfgeist und Dynamik, so wie der Stier auf dem Plakat, das zur Ausstellungsbesichtigung einlädt.

Brücke schlagen zwischen Jugend, Kunst und Kunstkritik

Als Neuheit gilt bei der UNIKA 2009 die Tatsache, dass man erstmals eine Brücke schlägt zwischen Jugend, Kunst und Kunstkritik. Im Rahmen der Skulpturenmesse Schnitzarbeiten von Schülern gezeigt werden, die im letzten Schuljahr an einem Schulversuch, initiiert von der Berufsgruppe Kunsthandwerk, teilgenommen haben. Zielsetzung war dabei die Entwicklung junger Talente in enger Zusammenarbeit mit den Mittelschulen St. Ulrich und Wolkenstein, sowie der Berufsschule für Kunsthandwerk. Die Mittelschüler der zweiten Klassen konnten sich nachmittags für das Wahlfach "Kunsthandwerk" einschreiben.

Ab Herbst 2009 wird das Wahlfach "Kunsthandwerk" als fixe Komponente in den Lehrplan aufgenommen. Ebenso ausgestellt werden die Modell-Entwürfe der Wettbewerbsausschreibung für eine Statue des Heiligen Franziskus, die für die neue Kirche auf der Seiser Alm vorgesehen ist.

 

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