Informationen zu F-Gasen

Jahreserklärung über die fluorierten Treibhausgase laut Artikel 16 des DPR Nr. 43/2012

 

Am kommenden 31. Mai verfällt wieder der jährliche Pflichttermin für die F-Gas Meldung laut Art. 16, Absatz 1, des DPR 43/2012 an das Umweltministerium (über das ISPRA - Istituto Superiore per la Ricerca e la Protezione Ambientale).

Diese Meldepflicht Betrifft neben Kühlanlagen (Kühlbudel, Kühlzellen und ähnliche) auch Klimaanlagen, Wärmepumpen und ortsfeste Brandschutzanlagen in öffentlichen und privaten Einrichtungen, die mindestens 3kg fluorurierte Treibhausgase (F-Gas) enthalten; unter diesen sind auch Anlagen enthalten die im Bereich der Textilreinigung fallen.

Die Übermittlung der Meldung kann ausschließlich über das dafür eingerichtete Webportal erfolgen: http://www.sinanet.isprambiente.it

Diese Meldung musste bereits im Jahr 2013 für die Situation der betroffenen Anlagen aus dem Jahr 2012 erfolgen und ausschließlich für dieses Jahr betraf die Meldung lediglich die Stammdaten des Betreibers (Unternehmen, Körperschaft oder Privatperson) und jene über den Sitz der Anlage.

Ab dem laufenden Jahr ist hingegen auch die Übermittlung einiger technischer Angaben bezüglich der Mengen an F-Gas zu tägigen, die im Laufe des Jahres 2013 in die Atmosphäre gelangt sind und die im Anlagenregister eingetragen wurden. Die Übermittlungspflicht unterliegt dem Betreiber der Anlage sofern dieser nicht die Meldepflicht mittels schriftlicher Vollmacht an eine dritte Person weitergegeben hat. In diesem Kontext erinnern wir daran, dass für die unterlassene Meldung sehr hohe Verwaltungsstrafen von 1.000 bis 10.000 Euro drohen.

Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, dass die Meldung der Daten aus dem Jahr 2013 auch dann durchgeführt werden muss, wenn für eine betroffene Anlage keine Gasverluste bzw. Entnahmen und Auffüllungen stattgefunden haben und die Anlage somit lediglich der vorgesehenen, periodischen Dichtheitskontrolle unterzogen wurde. Hierbei handelt es sich um eine paradoxe Situation die der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister auch stark kritisiert hat da sie sich als „bürokratisches Monstrum" herausstellt, die sehr stark auf die Betriebe lastet.

Diesbezüglich stehen noch verschiedene Änderungsanträge des besagten Artikels im Raum. Als Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister haben wir über den Südtiroler Wirtschaftsring den Antrag gestellt, den Absatz 1 des Art. 16 vollkommen streichen zu lassen. Confartigianato hat bereits vor geraumer Zeit einen weiteren Antrag an die Direktion des Umweltministeriums gestellt, zumindest eine Abschwächung zu erreichen und all jene Anlagen aus dem Dekret zu nehmen, welche im Laufe des Vorjahres keine Emissionen verursacht hat sowie den Schwellwert von 3kg für die betroffenen Anlagen entsprechend zu erhöhen und sich hier einigen anderen EU-Staaten anzugleichen damit die bürokratische Last drastisch reduziert werden kann.

Auf eine Anfrage von Confartigianato wurde heuer im Onlinesystem auch eine Funktion zum Laden von massiven Datenmengen aktiviert damit die Betriebe selbst oder über entsprechende Dienstleistungsgesellschaften auch Stapeldateien in das System laden können, was zumindest eine teilweise Erleichterung der Eingabeprozedur mit sich bringt.

 

Wichtige Hinweise für Betreiber und Techniker

Aufgrund der großen zu erwartenden Datenmengen und der entsprechenden möglichen Engpässe die bei der der Dateneingabe entstehen können, empfehlen wir allen Betreibern von betroffenen Anlagen dringendst, sich mit dem entsprechenden Techniker der Anlage in Kontakt zu treten und die Übermittlung der Daten an ISPRA zu besprechen.

Für die Eingabe der Daten ins System sind prinzipiell folgende Optionen möglich:

  1. Der Betreiber gibt die Informationen (nach vorgenommener Erstregistrierung im System) laut Einsatzbericht aus dem Anlagenregister selbst im System ein und kommt so seiner Meldepflicht persönlich nach und es entstehen dabei neben dem Zeiteinsatz des eigenen Mitarbeiters keine weiteren Kosten.
  2. Der Betreiber beauftragt seinen Techniker oder Berater mit der Dateneingabe laut Einsatzbericht aus dem Anlagenregister, was für den Betreiber jedoch mit individuell zu vereinbarenden Kosten für die Eintragungstätigkeit bedeuten kann.
    WICHTIG: Die Eingabe erfolgt in diesem Falle dennoch im Namen und unter der Verantwortung des Betreibers, es sei denn er hat seine Pflichten als Betreibers laut Art. 2 des DPR 43/2012 explizit und schriftlich an eine andere Person übertragen.

 

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