Split Payment: Zerreißprobe auch für Südtirols Betriebe

Insgesamt 230 Millionen Euro an Mehrkosten bringt das ab 1. Januar 2015 eingeführte Zahlungssystem „Split Payment" für Italiens Unternehmen mit sich. „Jeder Betrieb, der Rechnungen an die öffentliche Verwaltung stellt, muss zukünftig mit 1.224 Euro extra Kosten rechnen", erklärt lvh-Präsident Gert Lanz.

lanz gert rede 400Gert Lanz


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"Split payment" nennt sich der neue Albtraum der italienischen Unternehmen. Das mit dem Stabilitätsgesetz 2015 eingeführte Zahlungssystem sieht vor, dass Betriebe, die Rechnungen an die öffentliche Verwaltung stellen, nur noch den Rechnungsbetrag fakturieren und nicht mehr die Mehrwertsteuer einkassieren können. Diese wird direkt an das Finanzamt abgeführt. Eingeführt wurde das Split Payment, um der Steuerhinterziehung den Kampf anzusagen. Durch den separaten Einzug der Mehrwertsteuer verspricht sich der Staat Einnahmen von rund einer Milliarde Euro jährlich.
Eine Analyse des nationalen Handwerkerverbandes Confartigianato hat nun ergeben, dass durch das Split Payment für die italienischen Unternehmen Mehrkosten in Höhe von 230 Millionen Euro entstehen. Die Summe ergibt sich aufgrund folgender Faktoren: 155 Millionen Euro entstehen durch die finanzielle Mehrbelastung der Betriebe aufgrund der Forderungen aus Mehrwertsteuerguthaben, die von der Agentur für Einnahmen erst no split paymentnach rund sechs Monaten ab Antragstellung zurückerstattet werden; 55 Millionen entstehen durch die fehlende Liquidität, zwischen dem bisherigen Inkasso der Mehrwertsteuer und dessen Einzahlung; 21 Millionen entstehen durch die bürokratischen Mehrbelastungen für das Rückerstattungsansuchen. Für den einzelnen Betrieb bedeutet dies, dass er mit zusätzlichen Spesen in Höhe von 1.224 Euro rechnen muss. „Jeder vierte Euro an eingeholter Mehrwertsteuer erzeugt Kosten von einem Euro zu Lasten der Betriebe. Zumal bereits im Jahr 2014 eine Erhöhung der Steuerlasten registriert wurde, ist eine weitere Belastung absolut nicht tragbar", betont Verbandspräsident Gert Lanz.

Kommentare  

# Split Payment NEINWalter Moscon 24.02.2015 13:42
Absolud NEI N !!!!! der STaat kann solche Fehlentscheidungen doch nicht im ENRST meinen mit solchen Metoden die Wirtschaft anzukurbel. Wer macht den solche Gesetzte die nach HINTEN losgehen??? Wie hoch will Regierung noch hinaus?? Oder wohin???

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